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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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schiffe nenne, eingerammt wurden, dies sieht der Ingenieur aus jener Schrift, under wird es im dritten Bande beym Brückenbau dieses Werkes noch näher beschriebenfinden. Hier kann ich es, der Kupfer wegen, die nicht zu diesem Bande gehören,S. Tab. 122, noch nicht erklären.

$. 81. Bey dem Gebrauch der Ramm-Maschinen und dem Einrammen der pfähle,ist unter andern noch folgendes zu beobachten: l) Mufs da, wo der pfähl einge-rammt werden soll, wenn es das rocal gestattet, ein roch so tief als möglich einge-graben oder ausgebaggert werden. Da dasselbe bey Flüssen wieder zuschwemmt,so ist diese Maafsregel daselbst nicht anwendbar, wohl aber die vorbohrung mit ei-nem großen Erdbohrer, wenn nämlich der Boden aus Kreide- oder sehr festen Thon-Lagen *) und weichem Gestein besteht, worin das Loch nicht zusinkt, und der pfählnicht eindringen will. 2) Ist der pfähl zu lang, um ihn unter den Rammklotz zustellen, so mufs er mit dem pfahlthau bis 10 schuh hoch gehoben werden, damiter in die für ihm bestimmte stelle, mittelst seiner schwere und dem Anklopfen eines10 pf. schweren Hammers, etwas einsinke, öderer mufs mit um denselben zu schlingen-den Ketten, in die man Hebel steckt, hin und her gedreht werden, wodurch er ein-sinkt. Dies Manöver kann noch dadurch verstärkt werden, wenn man an dem Kamm-pfahl eine Last befestig' urch diese Mittel habe ich viele pfähle 4 bis 6 Fufs in denGrund gebracht. Man kaua den pfähl auch mit Flaschenzügen oder winden ordentlichin die Erde einwinden. Oefters wird man aber genöthigt, die Rammen hoch zu stel-len, um alle diese langsam von statten gehenden iiülfsmittel zu entbehren. Bey gro*fsen Bau-Unternehmungen werden daher zwey Ramm - Rüstungen, die obere für diehieinen Ramm-Maschinen, und die untere für die großen gemacht; man schlägt dannmit jenen die pfähle bis aut eine gewisse Tiefe, nnd mit diesen rammt man die pfählebis zum stehen ein. Diese den sau befördernde Methode habe ich beym Bau desnandshuter ~ tvehres (rab. 10 t) in Anwendung gebracht. Zweckwidrig ist es : wennein kurzer pfähl vorher in den Grund, als ein vorpfahl, geschlagen wird, der demersten das Loch machen soll und den man wieder herauszieht; denn der Boden senktsich wieder zusammen, und so geht das Loch zu. Kommen die pfähle weit ausein-ander, so ließe sich im Quellsande wohl eine Rohre eintreiben, und solche mit ei-nem eisernen Löffel, der an einer Stange befestigt ist, ausfördern, wie die Brunnenin Holland ausgebaggert werden, und dann den pfähl in die Röhre von Brettern ein-rammen. Doch dies ist ein Manöver, welches nur da statt haben könnte, wo derQuellsand das Eindringen eines Pfahls verhindert, und wo, wie gesagt, die pfähleauf einen bedeutenden Abstand zu stehen kommen, welches sich aber mit der Natureines solchen Bodens nicht gut vereinigen läßt. Es ist diese Methode irgendwo'inTorschlag gebracht worden, ich erinnere mich aber nicht mehr, wo. Noch Andere

*) Sie sind öfters an Harte den weiclien Steinlagern gleich; auf denen man nur einen blofsen Schwellrostlegen könnte, wenn sie nickt zu tief unter Wasser waren.