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stellen die Ramme anfänglich höher,' und dann niedriger, welches zeitsplitternd ist.Das sicherste Mittel bleibt immer an einer solchen Baustelle, wo man sehr langepfähle einzurammen hat, mehrere Rammen, das ist, hohe und niedrige, anzuwen-den; denn man bann solche mit 20 bis 60 schuhigen Läufern machen lassen. 3)Der Rammpfahl mufs denjenigen stand erhalten, wornach man ihn einschlagen will,und so mufs auch der Läufer gestellt werden. Soll er daher vertical eingerammtwerden, so mufs das schwellgeriiste wagrecht, der Läufer aber vertical stehen, undder pfähl mittelst einer oder zweyer Lehren, die aus eingeschnittenen schwellen be-stehen, oder mit Hebeln, die man mit seilen oder netten anspannt, vertical gehaltenwerden. S. §. 72. *). Giebt sich der pfähl stark aus der verticalen Richtung, so dafser den auf ihn zu legenden Schwellrost nicht zur Hälfte erreicht, wozu steine, hoIzu. dergl., worauf er stöfst, oder sein krumfaserichter wuchs, beytragen kann, somufs das Rammen gleich eingestellt werden, bis er dieselbe mittelst zwingen, Hebelund netten wieder erhalten hat. Sollte jedoch der pfähl bey einem oder mehrernSchlägen stark von der verticalen Richtung abgewichen seyn, so mufs er herausgezo-gen werden ; denn wenn man ihn gleich über den Erdboden vertical zwängt, so ister doch schon in den Grund schief eingedrungen. Die Folgen hievon sind dann, dafsder pfähl sich krümmt und die darauf gelegte Rost&chwelle gebogen wird, wenn derGrund locker ist. Es trägt daher ein solcher falsch eingerammter pfähl nicht mehrgehörig die Last, welche auf ihn zu liegen kommen sollte. Kurz es mufs der pfählin derjenigen Stellung, in welcher der Ingenieur ihn haben will, eingerammt werden.4) Lange pfähle, als z. b. die grofsen Jochpfähle an den Bogenbrücken, habe ich da-her, zweymal, nämlich am Läufer der Ramme und über der Oberfläche des Wassers,in ihrer Richtung, hier mit zwo oder einer eingeschnittenen schwelle oder pfahllehre,oder auch wie oberhalb, vermittelst Hebel, in ihrem dem Bau angemessenen stände,halten lassen. Doch ich werde im dritten Bande diese Methode durch Kupfer erläu-tern und auch das Manöver, wie man sehr schwere Jochpfähle von 50 bis 6o schuh Länge, von dem hohen Flufsgerüste leicht herabläfst, und in den für sie bestimmtenStand bringt, erklären. 5) Da zuweilen die pfähle tiefer als der Läufer oder dasschwellgeriiste geht, geschlagen werden müssen, so mufs auf dem pfähl ein kleinesHolzstück aufgesetzt werden, auf welches der Rammklotz fällt, das man den pfahlknechtnennt **). In demselben wird eine eiserne 2\ zoll dicke und 2 Schuh lange Stange
*) Selten werden jedoch die auf den orund liegenden Holzer das Eindringen eines mit einem 10 bis i 5pfund schweren eisernen rfahlschuhe versehenen Pfahles hindern oder verrücken, sondern wenn er dasHolz recht trift, so geht er durch dasselbe durch, wovon ich mehrere Beispiele anführen könnte*
**) Mccnger hat auch in dieser Hinsicht folgende Versuche angestellt, die ich anfiihre, weil Beobachtungender Art nicht zu viel gemacht und gesammelt werden können. Wenn der Schlag des Klotzes den pfählvor Aufsetzung des Knechtes einen Zoll einuieb, so rückte dieser pfähl nach Unterbringung des Knech-tes von 6 Schuh ränge :i/’}b, von 3 Schuh ränge l/ki und von einen Schuh ränge 1 fÖ2 Zoll; alsostörte ein längerer Knecht das Einrücken des p.ammpfahls mehr als ein kürzerer. Eine Wirkung, welche