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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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eingelassen , die 4 zoll Vorsicht, und dann wird um denselben ein 2 zoll eisernerRing gelegt. Die 4 zoll vorstehende stange wird in das den mit einem 2 § bis 3 zollstarken eisernen Ringe umgebenden nammpfahl gebohrte locIi gesetzt, und oberhalbwird der Knecht mit seilen oder Ketten, die man um denselben und die Läufer schlingt, inder dem pfähl gegebenen Richtung gehalten. Auch kann demselben, wenn die Läu-fer Nuthen haben, ein oder zwo Arme gegeben werden. Die eiserne Stange dientdazu, dafs der Knecht nicht vom pfähle abspringt; denn bey jedem schlage hüpftderselbe aufwärts. Da die Wirkung des Rammklotzes auf den pfähl mittelst diesesKnechtes verringert wird,Jndem der pfähl nicht bis zu seiner Spitze auf diese weiseerschüttert oder in Schwingung gebracht werden kann, als wenn der Rammklotz un-mittelbar auf den pfähl fällt: so mufs diese Wirkung doch so grofs als möglich ge-macht werden.

Der Knecht bestehe aus der Holzgattung, woraus der Rammbär gemacht ist; ersey so kurz als möglich und werde mit dem pfähl im zusammenhange gebracht,welches dadurch geschieht, dafs man in den nammpfahl sowohl als in den Knechteine zwey schuh lange, drey zoll dicke eiserne Stange *) steckt, und beyde mittelstKlammern zusammenhält, damit der Knecht nach erfolgtem schlage nicht in die Höheprellen kann, als wodurch von der erschütternden Kraft des Rammklotzes gar vielverloren ginge.

Dieser Knecht wird gleichfalls vor den Läufern vertical gehalten. Nach meinenBeobachtungen ist es nämlich keineswegs die gröfsere schwere des Knechtes, welchedie Wirkung des nammbärs , in Hinsicht des Einrückens vom Rammpfahl, vermindert,sondern die Länge desselben, die die Fortpflanzung von der Schwingung der Holz-fibern des pfahles ganz besonders stört oder schwächt. Der Ingenieur wird daherden Gebrauch des pfahlknechtes zu vermeiden suchen, wenn es nur immer thunlichist; folglich die Rüstung lieber zu niedrig als zu hoch errichten. Dafs diese Schwin-gungen und das Eindringen des Rammpfahles in den festen Grund auch dann nochverringert wird, wenn die Holzfibern des Knechts oder Aufsatzes horizontal gehen,oder wenn man nur ein Brett auf den pfähl legt; dies habe ich durch viele versuchebestätigt gefunden, wovon ich nur folgenden anführen will.

Als ich den 7 ten pfähl des Joches der Landsberger - Brücke einrammen liefs,rückte derselbe mit der 3Ö. Hitze (jede zu 30 Kammschlägen) noch io"' in denGrund. Jetzt liefs ich einen hölzernen Klotz dergestalt darauf legen, dafs seine hoIz-fibern horizontal lagen, und nun 30 Schläge darauf, mit gleicher Fallhöhe von ÖS"

aus der gestörten Fortpflanzung der Schwingung zu erklären ist, indem diese durch einen kurzen Aufsatz(Knecht) weniger, als durch einen langem erschwert werden kann.

*) Dazu kann man sich gleichfalls des Holzes bedienen, weil dasselbe, wie gesagt, die Fortpflanzung vonder Erschütterung der Fibern besser als Eisen bewirkt. Sie mag daher an den Knecht selbst angearbeitetseyn.

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