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machen. Der pfähl rückte jetzt nicht mehr als eine Linie ein. Ich liefs diesen Klotzwegnehmen, und abermals 30 schlage verrichten, wobey der pfähl wieder V" ein*rückte. Jetzt lidfs ich einen Klotz vertical auf den pfähl stellen und zwey Hitzen,jede zu 30 Schlägen, machen; der pfähl rückte in jeder Hitze 4'"; folglich drey Linienweniger als vorher. Der Klotz wurde weggenommen und der pfähl rückte mit 2 QSchlägen Linien. Also ist der Gebrauch des Aufsatzes nachtheilig! 6) Mufs mandenselben anwenden, so sollte er sowohl als der pfähl stets einen glatten Kopf haben,folglich mufs jede Aufbiirstung der obern Fläche des pfahles mit dem Beisei oder derStofsaxt weggenommen werden. Die durch den Aufsatz desr pfahlkneehtes verminderteWirkung beweifst daher dasjenige, was ich vorne, über die zum Einrücken des pfahlesbeytragende Schwingungen von dessen Holzfibern gesagt habe, und wir sehen auchhieraus, wie sehr das schnelle Aufeinanderfolgen der Rammschläge, zum bessern Ein-dringen des pfahles beyträgt. In dieser Hinsicht mufs a) zu den Rammpfählen, womöglich, stets trockenes Holz gewählt werden: denn dessen Fibern schwingen leichterund schneller, als die vom nassen Holze; auch dringt dasselbe deswegen leichter inden Grund ein, weil es weniger Adhäsion an das Erdreich ausübt, als nasses irolz.Ja, jeder Ingenieur wird beobachten, dafs die trockenen pfähle leichter einrücken, alsnasse.. Werden demnach im strengen Winter pfähle eingerammt, wenn das Holz ge-frorenist, so müssen dieselben über Feuer erwärmt werden, weil sonst die Holzfibernnicht in Schwingung kommen, und das doch so nöthig zum schnellen Einrücken despfahles ist. Diese Vorsicht ist jedoch nur beym wichtigen pfahlgrunde oder bey Joch-pfählen der Bögenbrücken nothwendig, wie ich denn dieses Mittel beym Einrammen,einiger pfähle des linkseitigen Joches der bey aosenheim über den Inn aus dreyBogen, jeden, zu 123 vufs oeffnung, im Jabre 1810 erbauten Brücke, mit gutemErfolge angewendet habe. 7) Damit die pfahlschläge schnell aufeinander folgen,müssen mit den zugrarnmen, in der Minute wenigstens 30 Schläge hintereinander ge-macht werden. Alsdann steigt der Rammklotz auch stets 5f bis 6 schuh hoch. Jaman kann ihn 10 Schuh hoch schnellen, und hierdurch seine Kraft aufserordentlicbverstärken, zumal wenn man die Anzahl der scliläge vermehrt, und etwa 100 bis 300Schläge hintereinander folgen läfst; ein Manöver, welches nach der letzten Hitze beyden grofsen Jochpfählen zuträglich ist. 8) Es mufs ferner der pfähl gut zubereitetwerden, und nicht aus solchem Holze bestehen, dessen ‘Fibern sehr krumm oderwindschief laufen, weil sich alsdann der pfähl während dem Einrammen stark dreht,und aus der ihm gegebenen Lage auszuweichen strebt. Man mufs ihn nämlich dieRinde und alle Aeste benehmen, aber keineswegs bebauen, weil runde pfähle leichterin den Grund eindringen, als viereckige. Nur da, wo Spundplanken an pfahlreihenanstofsen, mag man die pfähle viereckig oder nach einer seite gerade behauen.9) Die spitze der pfähle mufs immer noch zwey bis vier zoll dich, und nicht überden Durchmesser des pfahles lang seyn, damit sie sich nicht umbiege Fig. 64 T ab. 85.