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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Man Iiann sie beym lockern Terrain anbrennen, bey hartem aber mit einem eiser-nen aus vier Federn bestehenden schuh versehen , die an den pfähl mit Nägel befe-stiget sind *), welcher schuh, aber an das Holz des Rammpfahles glatt anliegen muß,damit die durch das Auffallen des Rammklotzes auf den pfähl in dessen Fiebern be-wirkte Erschütterung bis in die Spitze des pfahles hinabgehe. Dieser eiserne schuherhält, je nach der Festigkeit des Bodens und der Gröfse des pfahles, eine schwerevon 3 bis 60 pfund. Im groben Kiesel oder festen Thon gebe man dem pfahlschuheine schwere von 15 pfund, und in feinem von 10 pfund; im festen TÖpferthon, denman kaum durchstofsen kann, und worin öfters vorgebohrt werden mufs, 20 pfundund mehr; im Gestein mache man den pfahlschuh schwerer. Auch diejenigen pfähle,welche dem Eisstpfse ausgesetzt sind, Z. b. der vordere Schrägpfahl eines Brücken-joches oder einer künstlichen Stromscheidung, müssen einen sehr schweren pfahlschuherhalten, damit der pfähl desto besser in den Grund eindringe und dem Anstofse des Eiseswiderstehe. In weichem Erdreiche kann man den pfahlschuh entbehren, und diepfahlspitze unten nur ^ zoll stark machen, aber länger als die spitze eines pfahles,der einen eisernen pfahlschuh erhält.

Wenn im kiesigten Boden die Anlegung von diesen schuhen, um pfähle ausNadelholz, unterlassen wird, so ist der Ingenieur unfähig! Darin bürstet sich nämlichdie Spitze des pfahles, und mufs dabey also allemal ein eiserner pfahlschuh gebrauchtwerden, denn bey einer Aufbiirstung der pfahlspitze ist selbst die schwerste Rammenicht vermögend den pfähl tief genug in den Boden einzutreiben.

Das Eichenholz wird wegen der Härte seiner Masse weit seltener aufgebürstetals Nadelholz; des erstem Fasern gehen anfänglich etwas aufwärts, die des letztemwerden im Kiesboden gequetscht und daher die ganze spitze umgebogen, und dannspringen starke Splittern aus dem andern Theile des Rammpfahles heraus. Es würdedaher ein hundert centner schwerer Rammklotz nicht mehr im Stande seyn, den, ei-nen aufgebürsteten untertheil habenden, pfähl weiter in den Grund zu treiben. Wereinige Erfahrung und Kenntnifs hat, wird also daselbst eiserne pfahlschuhe anwen-den, wo es nöthig ist, und gleich beym Eindringen des ersten unbeschuhten pfahles,wenn zuvor ein mit einem eisernen Schuh versehener pfähl eingerammt wurde, sowie aus dem Aufspringen des Rammklotzes und aus dem Klange, den derselbe beymAuffallen auf den pfähl hervorbringt, beurtheilen können, ob die pfähle mit eisernenschuhen versehen werden müssen, oder ob man sich mit dem Anbrennen der spitzebegnügen könne; welcher Fall beyn Eichenholz öfters eintreten wird. So hatten z. b.bey der von 1804 bis 1811 bey Bogenhausen vor München gestandenen Jochbrücke,

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*) Die Nagel müssen in länglichten Nagellöchern des Schuhes stehen, und darin eingelassen werden, damit,Wenn der eiserne Schuh des nammpfahles aufwärts gestofsen wird, die Nagel sich in den länglichten»agellöchera aufwärts pressen, folglich der eiserne Schuh sich fest an die rfahlspitze schliefst»

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