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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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die pfähle nicht eiserne schuhe erhalten. Ihre pfahlspitzen waren daher, wie es sich,als die pfähle nach Vollendung der Bogenbrücke ausgezogen wurden, zeigte, kaum4 Fufs in den Grund gedrungen, und hatten sich aufwärts gebürstet. Ich habe davonfür mein Portefeuille (der Sonderbarkeit wegen) mehrere Zeichnungen machen lassen.Man sieht daher auch hieraus, wie nothwendig versuche, so wie die Beobachtungenüber das Einrücken eines pfahles und praktische Einsichten beym Einrainmen derpfähle sind. Sollte aber der rall eintreten: dafs der Ingenieur aus dem geringenAufspringen des Rammklotzes vom pfähle, aus dem dumpfen Klange und dem unver-hältnifsmäfsig geringen Eindi'ingen eines pfahles gegen das der übrigen, auf die um-biegung der spitze und Zersplitterung des eisernen pfahlschuhes schliefsen könne, somufs das nammen eingestellt, und der pfähl herausgezogen werden. io) Der Kopfdes Rammpfahles mufs genau wagrecht abgeschnitten und gebeisselt, endlich mit ei-nem 2-f- zoll starken eisernen Bing umlegt werden, damit derselbe nicht aufspringeoder spalte, ll) Ist der pfahlkopf aber vom Rammklotz polsterig gequetscht, (auf-gebürstet) worden, und daher die Fibration des pfahles gestört, folglich dessen Ein-rücken erschwert, welche Störung hierdurch (nach meinen Beobachtungen) so grofswerden kann, dafs sie die Hälfte der Wirkung des Rammbärs schwächt,-so mufs deraufgebürstete pfahlkopf (wie bereits erwähnt worden) abgeschnitten -und mit demBeisei oder der Stofsaxt glatt gemacht werden. Ist aber der pfahlkopf glatt abgebeis-selt, so hört man aus dem, bey des Rammklotzes Aufprellen, entstehendem Klange,ob der pfähl auf weiche oder feste Körper stöfst. 12) Hat man pfähle in solchenGegenden zu schlagen, wo der pfahlwurm ist, so müssen sie bis zu derjenigen rie-fe, wo dieser wurm schädlich werden kann, mit ßley umwunden werden. S. l. b.S. 653. 13) Wenn das Terrain sehr elastisch ist, springen die Rammpfähle zuweilen

aufwärts, welches besonders -beym Quellsande statt findet. Um dieses Aufspringen zuverhindern, machen einige, an dem pfahlschuh, in der Nähe der spitze, einen, 2 bis 4 zollstarken widerhacken oder eine Einkerbung. Da ich weifs, dafs dieses Mittel beym Einram-men nicht allemal günstig ausfällt, so schlage ich folgende Maafsregel vor, wennnämlich die pfähle grofse Bauwerke tragen , und schwere nammen gebraucht werdenmüssen. Man umgebe den obern Theil des pfahls mit einer eisernen Haube, welchevon dem pfahlringe anliebt. An derselben müssen nämlich drey Hacken angebrachtseyn, indem die an solcher Haube angegossenen oehsen angehackt werden. Dabeyist aber die Vorsicht anzuwenden: dafs man die eine Seite des pfahls nicht mehrals die andere beschwert, denn sonst wird der pfähl aus seiner ihm zukommendenBichtung gezogen, und dann kann der Rammklotz nicht mehr darauf gehörig wirken,folglich wird diese Vorrichtung nachtheilig. Es gehört zu ihrer Anwendung eine be-sondere Sorgfalt, wie ich aus der Erfahrung weifs. Diese naube mag bis f soschwer als der Rammklotz seyn. Wird pfähl an pfähl geschlagen, so versteht es sich,dafs diese Haube, wenn die pfähle sich mit dem obern Theil berühren, weggenom-