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der Rammklotz darauf fällt , mit einem oder mit zweyen schweren eisernen Hämmerndaran schlagen läfst, und man sollte dieses Manöver stets ausüben! 16 ) Der festerfahlstand wird aufserordentlich dadurch vermehrt, wenn man, während der pfähleingerammt wird, um denselben Bauschutt, feine Kiesel, Sand oder dergleichen schüttet.Dieses Material wird vermittelst der Schwingung des pfahles und des Bodens, längsdem pfähle selbst herabgezogen. Ein bey weichem Boden, bey Faschinen - Gründlin-gen wichtiges HÜlfsmittel, welches nicht genug empfohlen werden kann, und dasich sehr oft habe anwenden lassen; so dafs bey Einrammung eines einzigen pfahlesdurch einen Faschinenbau 50 bis 200 cubikschuh Kiesel nach und nach um densel-ben geschüttet wurden.
§• 82. Sehr weicher Boden und schwere Gebäude erfordern lange pfähle, undwenn diese nicht beym festen Grunde 10 Schuh im Boden eingedrungen sind, sokann man darauf solche nicht gründen; beym weichen müssen sie 2 , 3 bis 5 maltiefer eingetrieben werden! Es ist daher zur Ersparung langer Rammpfähle noth-wendig, den. Grund mit einem Faschinenbau zu bedecken, und während dem Ein-rammen des pfahles rund an demselben feinen Kies und Sand schütten zu lassen,der sich dann an den pfähl anlegt, und bey jedem schlage abwärts in den raschi-nenbau und in den lockern Grund selbst eindringt; so dafs also der Faschinenbauselbst einen festen Grund abgiebt. Man kann sie also auch bey dem natürlichenGrunde mit Nutzen anwenden; den Maschinenbau aber im Torf- Morast - und Trieb-sandgrunde als im Wasser, sowohl zur Ersparung sehr langer pfähle als zur Anlageeiner compacten Gründung eher aufführen, als die Grundpfähle eingerammt werden.Eine Methode, die ich bey mehreren Bogenbrücken, beym Landshuter - wehr undbey dem Hafen von Lindau angewendet habe; die aber leider bis jetzt wenig be-kannt ist.
Allemal kann der Gebrauch sehr langer pfähle und selbst die Aufsetzung eineszweyten pfahles auf den bereits eingerammten, nicht vermieden werden. Ja, es trifftsich : dafs selbst 40 bis 50 schuh lange Grundpfähle nicht hinreichend lang sind,sondern dafs dennoch zwey pfähle aufeinander gesetzt (gepfropft) werden müssen.Jedoch versteht es sich, dafs dies dem Boden so nahe als möglich geschehe , damitder obere, auf den eingerammten pfähl gesetzte, mit wenigen Schlägen in den Grundkomme, d. i., die mindest möglichste Anzahl von Schlägen erhalte, um mit Erdeumgeben zu werden. Unter den neuesten Architecten hatte Manger, bey den grofsenGrundbauten in Potsdam , wo in einem weichen Terrain fundirt werden mufste, überdie Pfropfung der pfähle viele Erfahrung gemacht. Er verwirft die nach diametralenAusschnitten (mg* 58. Tab. 85.) wo a den pfropf oder den Aufsatz, und b den un-tern pfähl vorstellt. Ihm scheint die Ausschneidung nicht genau genug geschehenzu können, und der erste schiefe nammschlag das gegen den Mittelpunkt zu ge-schwächte Holz zu zersplittern, folglich die pfropfung untauglich zu machen. Nach