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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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mit dem blofsen Stachel, nicht hinreichte, die Klammern, Ringe und schienen anzu-wenden. *)-•

83. Wiewohl ich im Allgemeinen die physikalischen Einwirkungen auf dasEinrücken eines Rammpfahls erörtert, und zugleich dabey angemerkt habe, dafs'dasverhältnifs von der Geschwindigkeit des Rammklotzes zu dessen Fallhöhe und zumEinrücken des pfahles schwerlich ausgemittelt werden dürfte , so will ich doch diesefür die Theorie sowohl, als die Praxis wichtige Angelegenheiten noch näher betrach-ten. Camus in seinem Tratte des forces mouvantes p. 1Ö4., und soyer in seinenExperiences faites an 1774 a la fondation du pont de la srogerie pres la Fleche,wollen mit ihren versuchen und Erfahrungen folgendes verhältnifs übereinstimmendgefunden haben. Die Wirkung des Rammklotzes, d. h., das Eindringen der pfähle,sey dessen Fallhöhe oder dem Quadrat, der am Ende des Falls erlangten Geschwin-digkeit, proportional. Nach diesem Gesetz würde also ein Rammklotz, der einenschuh herab fällt, den pfähl mit einem schlage so tief eintreiben , als wenn zweyeben so schwere Rammklötze zwey schuh aufgehoben wurden und fallen. Anderenehmen an : dafs sich die Wirkung der Rammklötze wie die Quadratwurzeln aus denFallhöhen verhalten, welcher satz auf das Gesetz des freyen Falles der Körper imluftleeren Raume beruht.

Da die Natur des Erdreichs, worin die pfähle eingerammt werden, z. b. dessenDichtigkeit oder Lockerheit, so wie die Erschütterung desselben, und die Schwingungder Fibern des Rammpfahles, oder auch dessen Festigkeit, Elastizität, Nässe oder Trockne,so wie das schnelle oder langsame Aufeinanderfolgen der schlüge, und endlich das

*) Manger, in seinen neytragen, führt noch folgende praktische Bemerkungen über die Pfropfung derpfähle an, die aufgenommen zu werden verdienen, Er sagte: mit dem Zusammensetzen der pfähle hates.folgende jxevvandtnifs: bey aller mühsamen oenauigkeit, welche man anwendet, um jedes der voneinander entfernten Holzstücke gehörig abzuschneiden, ist es doch nicht allemal möglich, die Schnitteso zu treffen, dafs einer völlig auf den andern passe, sondern sie müssen, wenn sie hernach aufeinan-der stehen, noch ein bis zwey mal, auch wohl noch öfter so lange zwischen beyden Flächen, nach oderzusammen geschnitten werden, bis sie in allen Punkten einander genau berühren. — Wird nun z. b,ein Ring gehraucht, so mufs derselbe erst wieder weggenommen, beyde Stücke aufeinander gesetzt undzusammen geschnitten, sodann aber erst wieder von einander entfernt, und der Ring angebracht werden.Es verursacht dieses sowohl, als das vorhergehende Anpassen des Ringes, Zeitverlust, der aber, wieschon gesagt, bey den drey Klammern wegfällt, Bey dergleichen Zusammensetzung steht nicht alleinder oftmals sehr lange und schwerere pfropf, sondern auch auf selbigen der Bär, und prefst sich alsobeydes sehr auf den pfähl. Wenn daher mit der grofsen oder Schrottsä'ge bis an die Hälfte eingeschnit-ten worden ist, so wird dieselbe zwischen beyden Hölzern geklemmt, und kann nicht mehr fortgezogenwerden. Es werden daher hinter dieser Säge in dem Schnitte kleine eiserne Keile eingetrieben, welcheihn lüften oder in die Höhe treiben , damit ferner fortgeschnitten werden könne. Einige schlagen auchblofs die Schneide einer Axt dazwischen, es ist aber besser, dafs man allemal viere der gemeldeten Keilebey der Hand habe, damit man zwey zum Lüften wagrecht in den Schnitt, die beyden andern abersenkrecht zu beyden Seiten durch diesen Schnitt genau, in beyde Holzstücke, einschlagen könne, und sichauf diese Weise weiter nicht verrücke, wenn man einmal oder durch wiederholte Dnrchschnitte zuwegegebracht hat, dafs beyde zusammen gehörige iheile bestens aufeinander passen.