Es fallen daher die Richtbäume oder Hebeböcke, an welchen man sie anbringt, sehrhoch aus. Da, wo man also mit wenig Rollen die Last heben kann, ist es besser^sich solcher Flaschen, in denen die Rollen übereinander stehen, zu bedienen, zusehr schweren tasten aber die Flaschenzüge mit zweyen oder mehrern Rollen nebeneinander zu gebrauchen.
$. 104. Da wir zu den Hebmaschinen so oft das Rad an der welle anwendenmüssen, wie z. b. Fig. xxxi. und xxxii. Tab. 83, zeigen , so will ich darüber hierfolgenden statischen Satz anführen : Im Stande des Gleichgewichtes verhält sichnämlich l) die Kraft zur Last, wie der Halbmesser der welle zur senkrechten Ent-fernung ihrer Axe von der Richtung der Kraft. 2) Die summe des mit der Richtungder Last parallelen Lage entstandenen Druckes der zapfen von der welle, ist derLast des Products aus der Kraft des Cosinus des winkeis, welchen ihre Richtungenmiteinander machen, gleich. 3) Die summe des Druckes der zapfen in einer aufdie Richtung der Last senkrechten, oder, wenn diese lothrecht ist, horizontalen nagegenommen, ist der Kraft multiplicirt mit dem sinus des winkeis, den sie mit derRichtung der Last macht, gleich. 4) Die Drückungen der zapfen liegen nur in dempall in einer Ebene, wenn die Kraft und der widerstand in einer auf die Axe derwelle senkrechten Ebene, oder wenn ihre Richtungen parallel sind. 5) Wenn dieKraft und der widerstand, oder die gesammte Last parallele Richtungen haben, sosind sie dem gesammten Druck der zapfen gleich, und der Druck eines der zapfenauf seine unterlager, erhält man, wenn die Kraft und der widerstand, jede in ihreEntfernung von der andern unterläge (auf der Axe gemessen) multiplicirt, und diesumme des Products durch die länge der Axe dividirt wird.
$. 105. Zur Aufhebung grofser Werkstücke oder Lasten bedient man sich auchder gezahnten Räder und der schraube ohne Ende. Die Figuren xxvi. , xxvii undxxviix. Tab. 83., stellen eine solche, von dem Mechanicus Linderer in urien ge-machte zug- und Hebemaschine , die ich unter meiner Sammlung von Maschinenhabe, dar.
Diese aus Eisen gemachte Maschine besteht aus einer acht zoll im Durchmesserhabenden ßachen schraube ohne Ende h *) mit doppelten Gängen, welche von zwey 0bis vier Mann , je nach der schwere der zu hebenden Last, mittelst der Kurbel kumgedreht wird. Diese greift in das Stirnrad f ein , auf dessen w"elle ein Getriebeg steht, welches das Stirnrad c, mithin die zugwelle b, worauf sich das nach einemFlaschenzuge gehende seil a aufwindet, in Bewegung setzt. **) Da die zugwelle
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Die Schrauben* welche parallelepipedaische Windungen haben, heissen fluche Schrauben , die andernaber, deren Windungen keilförmig sind, werden scharfe Schrauben genannt*
**) Wenn man sich anstatt der Schraube des Getriebes oder eines gezahnten Rades bedient; wenn über-haupt die Zahne eines Rades in die eines andern, oder in ein Getriebe eingreifen, so niufs die rorm derZähne weder eckig , jiocli nach einem Zirkel abgerundet seyn, und die Getriebe nicht aus cyliudrischen