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17 zoll im Durchmesser grofs , und das Räderwerk der Maschine dergestalt einge-richtet .war, so dafs diese welle bey 10Ö Umdrehungen der Kurbel einen umlaufmacht, so geht die Aufwicklung des seils, folglich die Aufziehung der Last so lang-sam , dafs in der stunde kaum 70 schuh seilende aufgewickelt wird. Es wird daherdie Last bey zwey Rollen in jeder Flasche nicht über 17 schuh hoch in der stundegehoben. Man sollte daher den Durchmesser der zugwelle wenigstens um das dop-pelte vergröfsern. Dabey ist jedoch die Einrichtung zu treffen, dafs das eine seil-stück abgewickelt, und in der nähe der Maschine gelegt wird, wenn das andere sichaufwindet, weil sonst zu viel seil auf die welle kommen würde. Mit der wellemufs aber eine solche Vorrichtung verbunden seyn, dafs sie auf die Arme des ersten
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Triebstöcken bestehen, weil dadurch die Reibung nicht auf den möglichsten orad vermindert wird,wohl aber die Zähne und Triebstöcke abgeschliffen werden. Es ist dieses jedem Beobachter eine bekannteSache, denn er darf nur in eine Mühle eintreten, die ein neues gewöhnliches Räderwerk hat, und erwird gleich das heftige Reiben der Maschine, das ist, der Triebstöcke und Kammzähne aneinander, hören.Kömmt er nach einiger Zeit wieder in diese Mühle, so hört er das Schlottern der Räder: nämlich dieGetriebe und die Zähne sind abgeschliffen, zwischen beyden ist daher ein Raum entstanden. Nicht allein,dafs dieses Abschleifen ein schnelles Erneuern der Zähne und Triejtstöcke nothwendig macht, sondern,dafs die Maschine niemals einen sanften und gleichförmigen Gang erhält; daher eine gröfsere Anwendungvon Kraft erfordert, sonach den befsten ökonomischen Effekt nicht leisten kann. Ja! bey den mehrestenMühlen in Teutschland rundet man nicht einmal die Zähne der Räder ab, sondern läßt sie eckig, wo siesich dann nach mehrern Monaten bis so weit sie die Triebstöcke berühren, nach einer krummen Linie,welche der Gycloide zum nächsten kömmt, abschleifen, wenn sie zuvor die Triebstöche fast zur Hälfteabgerissen haben. Dann aber füllen sie, wie gesagt, den Zwischenraum, zwischen den Triebstöcken,nicht mehr aus, und es entsteht in dem Gange der Maschine ein Schlottern, d. i., ein unregelmäßigerGang. Die angularen näder — das sind solche Räder, deren Zähne wie in rig. 22. Tab* 89. geformetwerden, greifen aber unter allen Winkeln dergestalt in einander, dafs die Reibung der Zähne von jezwey Rädern die möglichst geringste ist. Sie sind daher die befsten! Die Zähne derselben sind näm-lich Ausschnitte von der Oberfläche eines Kegels, folglich wälzen sich dieselben über die, gleichfalls mitsolchen Zähnen versehenen Getriebe , oder über andere mit solchen Zähnen versehenen Räder, ohne einemerkliche Reibung und aller Klemmung weg. Es sollten daher dergleichen Zähne nicht nur zu allenHebemaschinen, sondern auch zu Mühlen, Hammerwerken; kurz zu allen Maschinen, bey denen eingleichförmiger Gang statt finden soll, und an welchen die Zähne nicht sehr klein sind, angewendetwerden. ®
Ich kann mich hier, über diese von so wichtigem Einflüsse auf das gesammte Maschinenwesenseyende, Materie, nicht weiter verbreiten, und wünsche, daß dieses Gesagte eine Veranlassuug seynmöge, so viel als möglich, die Triebstöcke aus den Maschinen zu verbannen, die Getriebe nur so auszu-zähnen , wo möglich aus der sogenannten Glockenspeise oder Bronze, die in i /5 Zinn und 4/5 Kupferbesteht, und wenigstens den Rand der Kammräder mit den Zähnen, oder neydes, aus Eisen bestehenzu lassen. Will man aber die grofsen Stirnräder und Drehlinge oder Getriebe aus Holz machen, so soll-ten die Zähne und Triebstöcke doch in kochendes Oehl 30 bis 5 o Minuten liegen, um dauerhaft undglatt zu seyn.
Abgerundet sollten indessen die Zähne aller Räder wenigstens seyn, welches die gesunde Vernunftgibt. Doch diese wird so selten als rührerin angenommen, und die Müller sind mit allem Zureden, mitallen Demonstrationen nicht dazu zu bringen, nur runde Zähne nach derjenigen Form, nach welcher,die Zähne des gehenden Werkes, in einigen Monaten, abgeschliflen werden, zu machen. Um diese