Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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kommene• Sicherheit gewährt, welche beym Aufziehen schwerer Lasten nothwendigwird. Dieserwegen sind bey l und d auf der welle zwey Sperrräder angebracht,worin die sperrhacken m einfallen. Das Räderwerk, so wie die zapfen, bestehenaus Eisen, die Zapfenlager aber aus einer composition von Kupfer und Messing.

Wollte man die Wirkung dieser Heb - Maschine berechnen, d. i. die Kraft ange-ben , welche gebraucht wird , um mit ihr die bestimmte nast zu heben, oder wieviel zwey bis vier Mann auf heben können, so mufs man die Steifigkeit des Zugseilesauf die zugwelle und über die Rollen; ferner die Reibung zwischen dem zahne undGetriebe, so wie die Reibung der schrauben und der widerlagen vor den zapfen,endlich die Kraft eines tüchtigen an der Kurbel drehenden Arbeiters kennen. Welcheserstere alles nur durch jedesmalige versuche ausgemittelt werden kann: denn andersist dieser gesammte widerstand bey schweren, als bey leichten Lasten, da ein starkgespanntes Seil einen andern widerstand, in Hinsicht seiner Biegsamkeit, ausübenwird, als ein weniger gespanntes. Mit dieser Maschine haben vier Mann, ohne diemindeste Anstrengung, 400 centner aufgehoben, und es können auf den Mann 120centner gerechnet werden.

Ehe ich zu den übrigen Heb - Maschinen übergehe, so will ich noch den beySchrauben anwendbaren statischen satz auf diese Einrichtung anwenden. Es verhältsich nämlich bey den schrauben die Kraft zur Last, wie die Hohe des schraubengan-ges zum umfang der Spindel. Nun wirkt aber hier die Kraft an der Kurbel, folg-lich tritt der von ihr beschriebene Kreis in die stelle des umfangs der Spindel. So-nach wird die Last am zahn des erstem Stirnrades (nach den Maafsen der Maschine)um ^ verringert.

§. lOÖ. Wenn man nicht sehr schwere, d. i. nur Lasten bis 250 centner zu heben hat:so kann man die schraube entweder auch oberhalb des Stirnrades oder darunter, jaauch seitwärts anbringen, und das Stirnrad gleich auf die zugwelle legen. Wiewohlbey dieser Einrichtung l) eine gröfsere Kraft als bey der beschriebenen Maschine an-gewendet werden mufs, so kann sie doch zuweilen den Vorzug verdienen. Es ver-hält sich nämlich ad l) die am ersten Umlange des Rades nach einer Tangente wir-kende Kraft zu der am umfenge des letzten Rades angebrachten Last wie das Produktaus den Halbmessern des Getriebes zu dem Produkte aus den Halbmessern des aades,ad 2) weil die Anzahl Umgänge des letzten Rades gegen die des ersten (das ersteaad ist dasjenige, worauf die die Maschine in Bewegung setzende Kraft wirkt)erhalten wird, wenn man die Anzahl der zähne aller Räder multiplicirt, die Anzahlaller Triebstöcke oder Getriebezähne gleichfalls; das erste Produkt aber durch dasletztere dividirt. Hat man nun die Anzahl Umgänge des ersten Rades in einer ge-wissen zeit beobachtet, so läfst sich die zahl Umgänge des letzten Rades in eben die-ser zeit bestimmen, und je geringer die Anzahl der zähne oder der xriebstöcke vonden Trillingen gegen die Anzahl der zähne in den Rädern ist, desto mehr Umgänge