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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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macht das letzte Rad der Maschine in der Minute. Satze, welche auf alle Maschinenanwendbar sind. „ * .

$. 107. Die schraube ist zur Aufhebung grofser Lasten aufserordentlich nützlich,(wenn man nicht das Aufheben in kurzer zeit bewirken mufs) weil mit einer ge-ringen Kraft grofse Lasten gehoben werden können. Wird die Schraubenmutterdurch Hebel herumgedreht, so ruht darauf die Last wie Fig, 27 Tab. 84 /eigt.

Die Flachen - schrauben werden, wegen der Haltbarkeit der Schraubengänge,fast immer von Metall oder Eisen gemacht, so wie auch die Schraubenmutter, Zuden scharfen schrauben gebraucht man des festen Holzes, wenn sie grofs sind *), sonstaber auch Metall.

Ist die schraubemmitter fest, so mufs die Spindel gedreht werden , wiedies vorher gezeigt ward, um zu steigen, d. i. um Lasten zu tragen; oder um zusenken, d. i. um nach unten zu pressen. Auch kann sich ein seil auf einen glatt ge-lassenen Theil der in einer pfanne stehenden schraube aufwickeln, und dann dient die

schraube als Zugmaschine. Der Hebel, welcher an der spindel oder an der schraubebefestigt wird, heifst der prefsbaum.

$.108. Es kann ferner die Kraft an der Schraubenspindel angebracht, und dieLast auf der Schraubenmutter ruhen; wie dies der Fall bey dem sogenannten schrau-bensatz (rig. 12. Tab. 8Q.) ist, wobey zwey spindein a und b, zwey Schraubenmutternhaben, die aber in einer gemeinschaftlichen scheibe c angebracht sind, welche schrau-ben mit den Hebeln oder prefsbäumen e umgedreht werden. Des schraubensatzes

bedienen sich vorzüglich die zimmerleute, um Häuser aufzuschrauben und stützen etc.

an Häuser anzubringen. Man kann dieselbe natürlich auch zur Haltung schwererGerüste bey Wasserbauten aller Art und bey Lehrbögen, so wie auch zur Geraderichtungübergebogener Mauern und Balkenwände gebrauchen. Die schrauben dazu sind ge-

*) Die eisernen Schrauben werden mittelst eisernes Schneidezeuge geschnitten. Zn Verfertigung der höl-zernen bedient man sich folgendes Schneidezeuges rig. 21. Tab, 8g. Dasselbe besteht aus einem vonWeifs- oder Hagebuchen gemachten Mutterbloch -a b ; aus dem darin befestigten oeisfufse oder demSchneideeisen c, (rig, 18 und 19) welches die Schrauberrwindung schneidet. Die Mutter c g wird aberselbst erst mit einem gut gestählten Kloben (Bohrer) rig, 20 ausgebohrt. Hierbey wird folgendermafsenverfahren: nachdem in dem Block a b mit einem gewöhnlichen Bohrer ein roch ausgebohrt ist, dessenWeite dem Abstande h i, zwoer Kerben, gleich ist; so wird der Kloben in dasselbe gesteckt, wobey essieh versteht, dafs des Klobens Zacken a a (rig. 2 o) die beabsichtigte Schraubenlinie formiren. Damitdie mittelst des Hin - und Zuriickdreliens des Kolbens ausgehobene Spahne platz finden , so sind die vierMittelfelder b des Kolbens vertieft.

Ist nun eine Schraubenspindel zu schneiden: so wird das zur Schraube dienende walzenförmig ge-drehte Holz in das Schneidezeug, zwischen n 0, eingesteckt, worin es genau einpafst. Dieses letzterewird dann herumgedreht und so schneidet das Schneideeisen c die Schraubengänge aus. Damit aber dieSchraube stets vertical geht, dazu dient die im Schneudezeug befindliche Mutter c g, welche vorhermit etwas Seife bestrichen seyn mufs. Die vom Schneideeisen ausgeschnittenen Spähne fallen aber auseiner zwischen ff angegebenen Oeffnung heraus, die vor dem Schneideeisen steht.