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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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wohnlich von Holz, sechs bis neun zoll dich. Sie sollten vom härtesten Holze ge-macht, und gleich wie die Rollen, 30 Minuten über in oel gesotten werden, damitsie glatt bleiben und fester als das natürliche Holz werden. Ein gleiches gilt vonden hölzernen Schraubenmuttern. Auch sollten diese von anderm Holze, als dieSpindel seyn, i®m die Reibung zu vermindern. Gewöhnlich wird aber die schraubeöfters mit grüner seife oder unschlitt geschmiert. Ein verfahren, welches auch beyallen seilen, die über Rollen laufen, von Nutzen ist.

§. 10Q. Zur Aufhebung schwerer Lasten bedient man sich ferner der walze unddes Keils. Es ist der Gebrauch davon leicht einzusehen.

Aber auch die festliegende schiefe Fläche und die walze wird dazu ange-wendet; indem man durch diese Hebel stecht und den die Last tragenden Ealhen(streben) auf ein Stuhlgerüste stellt, worin die walze läuft. Zwey solche walzensind indessen erforderlich, damit die an den Hebeln angestellten Arbeiter wechsels-weise die eine oder andere walze herumbewegen. Doch diese ganze Vorrichtungdient nur vorzüglich dazu : schief gewichene Mauern ■—; mittelst des strebebalhensund einer oben an demselben oder an mehrere solche streben angebrachten Querbal-ken , die längs der Mauer liegen — wieder in die verticale Richtung zu bringen.

§. 110. Lasten können zuweilen mit dem Druckhebel Fig. 42. Tab. 8Q. aufgeho-ben oder fortgezogen werden. Man sieht sogleich aus der angezogenen Figur, dafsder Hebel a b die zwo Druckhaekea g und p niederdrückt und das mit zähnen ver-sehene eiserne Rad cd, folglich auch die zugwelle h herumbewegt. Auf diese wellewickelt sich das an die zu hebende Last l festgemachte seil p auf. Wie die eiser-nen Kerben ee des Rades und die darüber zu legende eisernen platten// beschaffenseyn müssen, ist gleichfalls aus der Figur ersichtlich. Diese Maschine wird an ei-nem gerammten pfähle i festgebunden und von zweyen oder mehrern die Stangen hherunterziehenden Arbeitern in Bewegung gesetzt und erhalten.

§. 111. Was nun ferner die Anwendung der Schraube zur Hebung der Lastenanbetrifft, so kann ein Getriebe mittelst eines Hornhaspels oder eines Trettrades inBewegung setzen, welches ein Stirnrad umtreibt, an dessen welle eine schraube be-findlich ist. Die 2Qte Figur Tab. 8Q. zeigt dies deutlich.

§. 112. Wenn man auf den Kranz eines Rades eiserne Gabeln, in Form einesy, setzt, über dieselben eine Kette ohne Ende legt, die zugleich auf eine isolirte,auf einen Bock stehende, gleichfalls mit Gabeln versehene, welle läuft, und das Radmittelst einer Kurbel herumdreht: so geht auch die welle herum, und das Zugseil,welches die Last aufzieht, wickelt sich auf dieselbe auf. Solches Rad kann auch anden seiten mit sprossen versehen, d. i. ein zugrad, oder auch ein Laufrad urfilTrettrad seyn. Ja, es kann mittelst eines Vorgeleges, das mit einem Getriebe undan dessen Seiten angebrachten zähne mit einem pferdegöpel oder der stehenden, mitdem Getriebe versehenen welle, in Bewegung gesetzt werden.