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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Kurbel angebrachte schraube ohne Ende bewegt ein Getriebe, welches, indem es in-wendig eine Schraubenmutter hat, die schraubenförmige Stange aufwärts treibt. Mitdieser winde kann ein Mann bequem 450 centner heben. Da die Stange die ganzeLast halten mufs, so ist ihr eine stärke von sechs zoll zu geben, wenn die windezur Hebung schwerer Lasten gebraucht werden soll. So gut diese schraube auchist, so habe ich dennoch, in der Ausübung, diejenige auf xab. 103. Fig. u. bis l6.dargestellten, ganz aus Eisen bestehenden, 85 pfund wiegenden rufswinde, (wobeya der Fufs äst) sehr nützlich beym Brückenbau und vorzüglich beym Krümmen derHölzer gefunden. Fig. 11. stellt die vordere wand und Fig. 12. die hintere wanddes Gehäuses vor. Die nach dem zehenten Theil der wahren GrÖfse gezeichneten Fi-guren zeigen übrigens die Einrichtung dieser sehr empfehlenswerthen winde so deut-lich , dafs eine weitere Erklärung überflüssig äst.

§. 114. Bey der Fortbewegung schwerer Massen kommt es vorzüglich daraufan, dafs man die Reibung auf ihre unterläge zu vermindern sucht. Diese Absichtwird zum befsten erreicht, wenn die unterläge aus walzen oder Kugeln besteht.Die Fortbewegung auf walzen hat jedoch die Schwierigkeit: dafs sich dieselben —obgleich die feste Fläche, worauf sie gelegt werden, eben ist — fast immer ver-schieben und daher eine ungleichförmigkeit in dem zuge des fortzuziehenden Kör-pers entsteht, das heifst, die unter die Last gelegten walzen bleiben selten parallel.Man kann sich daher derselben bey der Transportation überaus schwerer Massen nichtmit Yortheil bedienen. Weit besser ist es daher, wenn dieselben auf Kugeln gelegtwerden, welche jedoch in einem Gerinne eingeschlossen seyn müssen, damit der zuggleichförmig geschehe, und dieselben unter der Last nicht weggleiten.

§. 115. Der in Gerinnen gelegten Kugeln und der mittelst einer Erdwinde inBewegung gesetzten Flaschenzügen hat sich der Graf carbiiri, zur Transportation desrelsens, worauf die statue von reter dem Grofsen in Petersburg steht, bedient. Erhat dieses merkwürdige verfahren in einem werke : „ Relation des travaux et des

moyens mechaniques pour transporter ä petersbourg un rocher de trois millions li-vres pe'sant, destine ä servir de base ä la statue equestre etc.’’ beschriehen. Nach-dem man zwanzig werste von Petersburg ein 27 Fufs breites, 21 Fufs hohes und 24Fufs langes Felsstück (Fig. 2Q. Tab. 84) in einem sumpfe versenkt gefunden hatte, sowurde beschlossen : dasselbe zum piedestal dieser statue nach Petersburg zu bringen.Da es dreyfsigtausend zentner schwer war, so mufste dessen Transportation, aufdiese Entfernung, allerdings ein wichtiges und grofses unternehmen seyn! Es hattedas Besondere, dafs gerade mit der beschwerlichsten Operation der Anfang gemachtwerden mufste; nämlich mit der Aushebung des Felsens aus dem Sumpfe, worin erversenkt war. Zuerst wurde derselbe rund herum, nuf 14 Klafter Abstand, v^Erdlentblöfst; und von dieser Grube an, wurde eine 100 Klafter breite schräge Flächeausgehoben. Um diesen Stein aus der Vertiefung herausbringen zu können, warII. Bd, 6o