Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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womit das Sägegatter, folglich auch die säge, hin und her gezogen wird, gehenunter zwo hölzernen Rollen a, die um ihre Axen beweglich sind, durch. Der He-bel 2 Fig. 16., dessen Stützpunkt unten am Sperrwerk ist, druckt mit seinem unternEnde an den pfähl, indem oben eine Querstange ihn vorwärts hält; bringt daher auchdas Sägegatter dem pfähle näher. Ausser den zwo hölzernen Rollen a 5 fig. ÖO. undden kleinen kupfernen scheiben besteht alles übrige dieser Maschinerie, womit derErfinder e theridge einen 14" starken pfähl in zwey Minuten 10 schuh unter wasser,mit. zwey Arbeitern, abgesägt haben will, aus Eisen. Diesen Effekt wird man schwer-lich mit einer Vorrichtung, welche sich um den pfähl in der Runde bewegt, und denaundsägen, deren man sich in den salzwerken zum schneiden der Fafsböden bedient,ähnlich ist, in so kurzer zeit bewirken.

§. 128. Sollen tief unter wasser stehende pfähle abgestämmt werden, so magman dazu sich eines 12" breiten Eisens, welches wie ein stemrnbohrer geformt undan einen 4 zoll dicken stiel befestigt seyn mufs, bedienen. Dasselbe mag 10 pfundund mehr wiegen. Mit diesem stemm- oder stosseisen wird schräge auf den pfählgestofsen, bis derselbe bricht. Dessen bedient man sich auch zu Abstofsung einesfesten thonigten oder kreidenartigen Bodens, welcher öfters in Flüssen seichte stellenbildet, und so fest ist, dafs der ström ihn nicht abflächen kann.

Endlich mufs ich noch anführen, dafs die zur Abschneidung der Grundpfähleunter den pfeilern des Pont d’Austerlitz zu Paris gebrauchte Maschine in schütz Bey-trägen zur hydraulischen Architektur p. 32 beschrieben ist, die ich hier der Kupferwegen, und da diese Schrift in den Händen eines jeden deutschen Ingenieurs ist,zu beschreiben nicht für nöthig halte»

Drittens.

Von den Maschinen und Methoden, um allerley in Flüssen, Hafen und canalenliegendes und das Fahrwasser beschränkendes Material aufzufördern, und den

Grund zu ebnen.

§. 12Q. Die einfachste Ausförderung des Schlammes aus Häfen, Bassins, Canälenund Flüssen in städten, besteht darin, dafs die Arbeiter einen Prahmen, mittelst einesan einem stiele befestigten Handbügels, womit sie den schlämm auffördern, füllen.Dieser Handbügel besteht entweder aus einen mit zwo Rändern versehenen und ge-gen den stiel schief stehenden Eisenblech - schauffel *), worin nöcher, durch welchedas wasser abfliefst, (Tab. ioo. rig. 32.) geschlagen sind, aus einem zur Hälfte,

*) Wenn man aus der riefe, zur Beschwerung des raschinenvperkes, Kies zu erhalten suchen mufs, so> ist diese Schaufel sehr brauchbar.