485
auch wohl ganz aus Drath geflochtenen an einem eisernen Reifen befestigten Sach a;©der aus einer schnabelartig zulaufenden schauffel, deren Rand aus Eisen besteht.Dieser läuft an der seite und vorne scharf aus. In dem zwischenraume, welchendieser Reif bildet, ist ein m'athnetz geflochten. Ist die Hälfte von Eisendrath, so be-steht der untere Theil aus starken hänfenen Sackleinen. Die Länge des Stiels richtetsich nach der Tiefe des Wassers. Den Handbügel kann man vergröfsern und mittelsteines Sprossenrades oder einer Erdwinde aufziehen.
§. 130. Die schlammräumer (Baggermaschinen), deren man sich in den Häfenvoh Toulon und Marseille bedient, Fig. 2Q, 30, 31. Tab. QQ., werden von einem andie Anker Fig. 32. gelegten Ponton oder Prahmen getragen. Sie bestehen aus zweyi,aufrädern, wovon das grofse 22 § und das kleine 12' im Durchmesser hat. Um desersteren welle g wickeln sich die schaufelketten f a und e g wechselseitig auf undab, je nachdem die Laufräder nach der einen oder nach der andern Richtung gedrehtwerden. Das seil ds dient dazu, um die Schaufel a, welche an dem sich zwischendem nahmen k, k, l, l , bewegenden Schaufelstiele m, n befestigt ist, in einesolche Lage zu bringen, dafs sie in den Grund eingreift. Werden die Räder von xnach y gedreht, so spannt sich die nette af g um die welle des grofsen Laufrades,und das Lenkthau d s wickelt sich von der Axe des kleinen Rades ab, nachdem esum den Hacken s geschlungen ist, von welchem es ein Arbeiter nachläfst, so wiedie eiserne Schaufel vorwärts geht. Damit dieselbe, so tief als nöthig ist, in den
Schlammgrund eingreift, wird um ihren stiel bey o ein seil geschlungen, welchesnach h und b herunterläuft und das von einem bey q stehenden Arbeiter gehaltenwird, Ist die in Tab. Q5. Fig. 25. bis 33. incl. nach einem grofsen iwaafsstab darge-stellte schaufei über die Oberfläche des Wassers gekommen, so wird ein Boot unterdieselbe gefahren. Alsdann öffnet ein Arbeiter die in der schaufei befindliche Klapped, e, a, b, Fig. 32. mittelst eines Hackens Fig. 27.; wenn sie zuvor hinaufgewun-den ist, so dafs während ein Arbeiter auf ihre gröfste Fläche klopft, der darin befind-liche Schlamm in das Boot fallen kann. Ist sie geleert, so wird die Klappe mittelsteines Hackens oder einer Feder, i, Fig. 32. zugeschlossen und die Laufräder werdennach der entgegengesetzten Richtung bewegt, wo dann die an der andern seite desprahmens auf den Böden herabgesenkte schaufei in den Grund eingreift und hinauf-gezogen wird. Die Schaufelstangen, Ketten und seile, werden je nach der Tiefe desWassers, verlängert oder verkürzt. Zu diesem Manöver sind 10 Arbeiter nothwendig.In Toulon hat eine solche Maschine, mit Inbegriff des prahmens, im Jahre 1750,IOO99 Liv. gekostet. Jedes aoot, in welchem der schlämm ausgeleert wurde, trug^ cubik - Klafter und während eines sommertages wurden zu einer Tiefe von 7 bis 8',1944 01 und zu 25 bis 30' Tiefe IO8O 01 ausgebaggert. Die im Hafen zu Brest imGebrauch seyende Maschine ist der beschriebenen ähnlich, nur dafs sie nach gröfsernDimensionen erbaut ist. Auch hat die Schaufel, welche 54 cubikfufs fafst, einen