Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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$.132. Eine andere Art Baggermaschinen (holländisch: Modder - Moolen) istdiejenige, deren man sich in dem r vor Amsterdam und in dessen Häfen bedient.Sie ist nur daselbst anwendbar, wo ein flüssiger schlämm und feiner sand aufzuför-dern ist. Ihre construction, Tab. QQ. Fig. 32. und 33. ist dem schaufelwerk, womitdas Wasser aufgehoben wird, ähnlich. Mittelst des pferdegöpels a, werden die Ge-triebe und Räder h, c, d, e, f, g, h, und endlich die sattelwelle i in Bewegung ge-setzt. Ueber diese letztere schieben sich die schaufeln von l nach m, welche auchdie untere sattelwelle n herumdrehen; die in dem Kumm t u, den schlämm aufschie-ben und in das Gerinne uo, auf ein darunter liegendes schiff abrutschen lassen. DieSchaufeln sind vorne von Eisen und haben eiserne Stützstangen. Die schaufelkettehat in i, i, Gelenke, um sich um die sattelwellen zu biegen. Das hintere Kammradk, wird an das Getriebe b angeschoben, um mittelst des Seiles v, den Prahmen, wo-rauf die Maschine befindlich ist, auf die zu vertiefende stelle zu bringen, und gegendie rnodderbank dergestalt anzuschieben, dafs die untere schaufei stets in den Moddereingreift. Ist dieses geschehen, so schiebt man das Kammrad wieder von dem Ge-triebe ab. Um das untere Ende des Schaufelwerkes hoch und niedrig, je nach derLage des Schlammgrundes, zu stellen, dazu dient das auf der Oberfläche des prah-mens um die welle r bewegliche sprossenrad s, womit die Kloben q y , näher ge-bracht oder entfernt werden können, je nachdem das schaufelwerk mit dem unternEnde hoch oder niedrig gelegt werden soll. Von dem Schaufelkumm oder dem Tro-ge , worin die dem Modder .auffördernden schaufeln sich bewegen, ist in der Zeich-nung nur der Boden, nicht aber die seitenwände sichtbar. Wiewohl in den Häfenvor Amsterdam mehrere solcher Baggermaschinen gesetzt sind, so nimmt dennochdessen Verschlammung bedeutend zu. Auch kann man mit denselben für die Schiff-fahrt nie die nöthige Tiefe erhalten, sondern es müssen bleibende werke angelegtwerden, die ich im ersten Bande vorgeschlagen habe. Mit dieser Maschine werden täg-lich 11 bis 12000 cubikschuh Modder aufgefördert.

§. 133. Die von nelons angegebene Bag germaschine Tab. 82. (la machine ädragues) besteht, wie wir sehen aus zwey walzen a a, einer Kette ohne Ende, wo-ran die äussern schöpfbutten befestiget sind, und sich eine sechseckige welle d Fig.3 ., welche mittelst eines Triebes und gezahnten Rades in Bewegung gesetzt wird,herumbewegen, und alsdann den geschöpften Schlamm oder Sand ausgiefsen, wiedieses die perspectivische Ansicht zeigt. Wenn sich aber steine im Grunde fanden,so wurden statt der Butten eiserne Krampen, Fig. 4., an die Kette, mittelst der Vor-richtung e rig. 6. angebracht. Ein solcher Krampen ist von vorne Fig. 4. 6. und vonder seite in a dargestellt. Da diese Maschine zwischen vier eisernen Hängsäulen n nbefestigt ist, worin Löcher gebohrt sind, so kann man sie mit den darin gestecktenNägeln hoch und niedrig stellen. Der Schlamm wird von einer beweglichen schiefenFläche g aufgefangen, die man mittelst der Handhabe h auf die Seite schiebt, sobald