Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
Seite
488
JPEG-Download
 

488

die leere schöpfbutte sich herabsenken soll. Die schachen der Kette ohne Ende sindin Fig. 6. a b dargestellt. Einige von denselben (Fig. 5. c Z>) sind zum Herausneh-men eingerichtet, um die Kette kürzer zu machen. Besser würde es zum Längenund verkürzen der nette seyn, eine solche stell-Vorrichtung zu machen, wie beydem schaufelwerke §. 10. angegeben ist, wodurch sich die obere welle höher undniedriger stellen liefse.

Diese Delonsche Baggermaschine hat cessart zur Aufforderung des Grundes beydem Bau der schleuse zu üiepe gebraucht und selbst Strandkiesel (galets) ausgeho-ben. Er gebrauchte dazu 7 Mann, welche täglich auf eine Höhe von 18 schuh 220cubik-Schuh gehoben haben.

Ist der spühlstrom in einer. Hafenstrafse zur Austiefung eines sandigten oderschlammigten Bettes zu schwach, so bedient man sich, besonders in der Insel vlacqueein Holland Tab. 4Ö., eines eisernen, mit stacheln versehenen aahmens, welcher verticalam Ende des hintern schiflfstheils herunter gelassen wird. Yor dem Schiff wird aberin das Wasser hinein ein Segel herabgelassen, gegen welches der ström anstöfst,folglich das schiff oder den Prahmen und den slammkratzer stromabwärts ziehen.Hierdurch entstehen also in den Schlamm so viel Furchen, als die Vorrichtung zähnehat, und die dem ström das Fortschwemmen des Schlammes erleichtern. Diese Ma-schine heifst in Holland ein nrabelaar. Eine ähnliche Vorrichtung, deren sich ver-rottet bediente, ist in den Figuren 69. und 70. gezeichnet Tab. 84.

Diesen beyden Maschinen ist indessen der Gebrauch der Anker, welche man mitrferden durch den Grund reifst, vorzuziehn. Es wird nämlich ein etwa 245 pf. schwererAnker dergestalt auf das plufsbett gesenkt, dafs zwey Flügel desselben in. den Grundeingreifen. An dem Ankerstiel wird ein zugseil befestigt, woran sechs kleine seilegebunden werden, um an jegliches ein pferd zu spannen. Ich habe auf diese weiseDurchstiche schnell vertiefen lassen, die Material hatten, welches f bis 1 pfund wog.Das Anker schnitt darin 2 -f schuh tiefe Furchen und schob den nies stets vor sichher. Die kleinern Kiesel wurden erst bey 6' Geschwindigkeit, die gröfsten bey 8'fortgerollt. Während der Anker durch den leitcanal oder Durchstich geschlepptwurde, schlug die stark bewegte wassermasse an die ufer, drehte sieh in wieder-ströme und rifs das kleine Material besser mit sich fort. Diese vortreffliche Metho-de , die Flüsse zu vertiefen, kann auch mit noch schwereren Ankern bewerkstelligtwerden, und ist vorzüglich daselbst, wo das Fahrwasser mit Kiesel, sand undSchlamm angefüllt istr und der Strom eine hinreichende Geschwindigkeit hat, um dasaufgelockerte Material fortzuwälzen oder in den vertieftten Furchen stärker zu wir-ken , also auch bey reissenden strömen — mit Nutzen in Ausübung zu bringen.

§. 134- Bey den mit einer geringen Geschwindigkeit flie.ssenden Gewässern undin Canälen, wächst öfters viel Schilf, B.ohr und Wasserpflanzen aller Alt. So vieles thuulich ist mufs zwar ihr wachsthum mit Ausbreitung von nalch, Eisenschlacken,