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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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nungen, jede zu 107 Schuh weite, deren stärke 10 bis 13 zoll betrug, gebrauchten40 bis 60 Mann 5 stunden und 10 Minuten zeit.

Die zweyte Methode besteht darin, dafs auf dem ufei’ eine Erdwinde an eini-gen eingerammten pfählen befestiget wird. Dann schlingt man um den obern iliei!des pfahles das zugseil, und zieht dieses vermittelst der Erdwinde, woran 10 bis 12Mann gestellt werden, so lange bis der pfähl bricht.

$. 144. Das dritte Manöver des Absprengens kann vermittelst eines 30 bis 40schuh langen Balkens oder Hebels und einer Erdwinde, bewerkstelligt werden, welchesich mit 4 bis 6 Mann habe vollziehen lassen. Es werden nämlich am ufer 4 bis 6pfähle dergestalt eingerammt, damit das eine Ende des Hebels zwischen demselbenbeweglich ist; dann wird der Hebel auf ein unterlager von nielen gelegt, und einigeschuh von diesen pfählen ab wird das an das obere Ende des abzusprengendeapfahles befestigte Zugseil geschlungen. Dieses seil wird ferner längs dem Hebel ge-legt, und um dessen zweytes Ende geschürzt, von wo es nach der welle der Erd-winde läuft. Jetzt wird diese umgedreht, folglich das zugseil angespannt, und sobricht der pfähl ab. Bey diesem Manöver, welches in zwey Minuten vollzogen wur-de , mufs der hintere xheil von dem schwellwerk der Erdwinde an einem eingeramm-ten pfähl oder auf eine andere Art befestiget werden, damit er nicht aufspringenkann , weil sonst die Erdwinde sich aufheben und der eine oder andere von denendurch ihre welle gesteckten Hebel zuvückspringen und die Arbeiter tödlich beschädi-gen könne. Die Unterlassung dieser Vorsicht, hat bey Absprengung der Grundpfähleder bey zolling über die Amper erbauten Bogenbrücke, einem Arbeiter das nebengekostet, und ein anderer wurde beschädigt.

145. Wendet man das eine oder andere Manöver bey solchen pfählen an,die nur 3 bis 5 Schuh in den Boden stecken, und aus Eichenholz bestehen, welchesnicht so leicht bricht, so kann man dieselbe (selbst mehrere pfähle zugleich) mitihrem eisernen pfahlschuh herausreissen.

Bey der über die Donau bey Neuburg aus einem Bogen von 1Ö2 Schuh oefif-nung im Jahre 1810 erbauten Bogenbrücke liefs ich die Joche der alten Brücke zuGerüstpfählen benutzen. Sie bestanden aus vierkantigem Eichenholz , waren 15 zollstark, hatten einen pfahlschuh von 6o Pfund schwere, und waren l6 bis 18 zoll inden Felsen eingerammt. Diese pfähle sollten nach der zweyten Methode mit der Erd-winde gesprengt werden. Anfänglich liefs ich, weil sie vom ströme schon bewegtwurden, um zwey pfähle zugleich das zugseil schlingen. Diese wurden in zweyMinuten, zwar nicht abgesprengt, aber was noch besser war, unversehrt mit ihrenpfahlschuhen aus den Grund heraus gerissen. Jetzt liefs ich um 11 pfähle zugleichdas zugseil schlingen, und auch diese wurden, nach vier Minuten, mit ihren pfahl-schuhen , ausgebrochen. Bey zwey Jochen der alten Brücke wurde eben dieses be-