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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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stellen, bilden solange eine weichere Holzmasse, als sie noch nicht die nämlicheHärte, wie das übrige nolz erlangt haben, Sie sind daher von weifser Farbe, undgeringerer Dichtigkeit. Man nennt diese neuen Ansätze der Holzringe oder Fasernden splint , welcher das feste riolz umgiebt, der etwa ein Achtzehntheil bis ein Neun-theil von dem Querschnitte des Schaftes ausmacht und dessen Masse ein FÜnfzehntheilder Tragkraft von dem festen Holze auszuüben vermögend ist. Daher läfst man ihnbey allen Grundpfahlen an dem harten Holze und nimmt ihn nur von demjenigenBauholze weg, welches mit scharfen Kanten behauen und der Luft ausgesetzt werdenmufs. Uebrigens leistet rundes, unbehauenes hoIz, nach meinen versuchen, einen-weit gröfsern widerstand als behauenes, welches auch schon deswegen statt findet,weil viele äufsere Fibern beym Behauen zerschnitten werden. 6) Die Fasern bildensaftröhren oder Gefäfse, worin der resinöse Saft emporsteigt. Da derselbe je nachder Exposition gegen die sonne wirksamer ist, so erhärtet der splint auf einer Seiteschneller (gewöhnlich auf der Nordseite), als auf der andern, und daher kömmt esdenn, dafs derselbe auf jener Seite dünner, als auf dieser ist. Aber nicht allein dieExposition des Baumes gegen die sonne, sondern auch der gesunde zustand derzweige und wurzeln und die Fruchtbarkeit der Erdtheile sind Ursachen dieser Er-scheinungen. Stocken die in den Fasern circulirenden resinösen und harzigen safte,welche einen bittern Geschmack haben, und daher wesentlich zur Abwendung derFÜulnifs des Holzes bey tragen, so kann der splint seine gehörige Festigkeit nicht erhal-ten, und nachdem die Exposition des Baumes gegen die sonne verbessert wird, d. i.etwa nach einer Auslichtung derer solchen Baum umgebenden Bäume, und die ihnin den schatten stellen, können neue Jahresringe um den splint und um dieseabermals, unter dem Baste, ein zweyter splint entstehen. Hieraus läfst sich erklären:dafs einige Bäume einen doppelten Splint haben, das ist, einen Splint um den um-fang des Schaftes, und den andern in dem festen Holze selbst. Diese Erscheinungkann auch durch heftige Kälte bewirkt werden, indem dieselbe den Saft im Splinterstickt. 7 ) Der Bast besteht aus der innern, den Splint umgebehden Haut derninde. 8) Diese ninde hat gleichfalls saftgefäfse , und harte holzartige Rohren. Beyder Bildung von beyden— des Bastes und der Binde — hat demnach der umgekehrte pro-cefs als bey der Holzbildung statt. Q) Sie schützen auch den weichen splint gegendie Witterung. 10) Trennt man dieselben rund um einen Baum vom Splinte ab, sostirbt der Baum selbst: denn die circulation seiner resinösen Bestandteile ist gestört.Wir sehen hieraxis , dafs diese mit den im Baste und in der Rinde befindlichen Saft-gefäfsen und mit den darin befindlichen safte selbst, in genauer Verbindung stehenmufs. 11) Da das so bewirkte Absterben eines Baumes auf diese weise langsam vorsieh geht, weil ihm nur ein Theil seines Bastes und seiner Rinde benommen ist, auchdie lu ft den Saft nicht schnell austrocknen kann, so entsteht aus dieser Operation ,das ist, aus der wegnahme der ninde und des Bastes rund um den Baum, nach ei-