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nem schmalen Striefen, der für die Baukunde wichtige umstand; dafs die Fasern, desHolzes und selbst des Splintes sich mehr erhärten. Hiezu trägt noch bey, dafs, in-dem die Ausdünstung der wässerigten rheile und die Anziehung der atmosphärischenFeuchtigkeit und Lebenskraft, welche die Blätter ausüben; mit dem Abfalle der Blat-ter oder Nadeln, welches nach der vollzogenen Abschälung des Bastes und der Rindeerfolgt, abnimmt, der Nahrungssaft nicht schnell verfliegt, sondern weit langsamerabstirbt, als wenn man den Baum umhaut und von der Rinde entblöfst. Durch die-ses Mittel erhärtet sieh nach der Erfahrung selbst der Splint; es ist daher für dasBauwesen sehr wichtig. Um dasselbe aber in Ausübung zu bringen, dazu wird dieMitwirkung mehrerer Behörden und des Ministeriums unvermeidlich: denn gewöhnlichwerden die Bau-Etats so spät, und die Bauhölzer noch später angewiesen, so dafsdie Ingenieurs kaum zeit behalten, die Bäume schnell hauen zu lassen, damit dieHochgewässer und Eisgänge sie nicht bey ihren Unternehmungen überraschen. Die-ses Mittel führt bereits vitruvius Lib. n. cap. 9 . an. Er will nämlich den Baum bisin des Markes Mitte einkerben, und den saft herauströpfeln, dann denselben nacheinem Jahre mnhauen lassen. Dies ist jedoch nicht anzurathen, denn der Baumkann vom winde umfällen (es sey denn, dafs man die gegenüberstehenden Einker-bungen in. gewissen Entfernungen über einander einhauen läfst), und daher mufsman sich mit der Abschälung der Rinde und des Bastes begnügen, und ihn etwa nacheinigen Monathen umhauen. 12) Steht nun der säum in vollem safte, das ist, vomFrühling bis zum Herbste, so ist selbst dieses Experiment noch gewaltsam, undhieraus folgt: dafs man die zu Bauhölzern bestimmten Bäume nur vom Herbstebis vor Eintritt des Frühlings fällen dürfe. Diese Maafsregel ist jedoch .nur aus-führbar, wenn eine Bauführung nicht ein früheres, oder späteres Fällen nothwen-dig macht. Das in der saftzeit gefällte nolz bekömmt auch, der Luft ausge-setzt, weit stärkere und tiefere Risse, als das im winter gefällte. Weil nun dieFeuchtigkeit und Nässe in diese nisse eindringt, und so die Faulnifs des Holzesleicht erzeugt wird: so sollte man die beste Fällzeit *) wählen. 13) Ferner mufsein gefällter Baum nicht gleich von dem Baste entblöfst werden, weil er sodann,starke Risse erhält. Aber die Abschälung darf auch nicht so lange anstehen, bis dieBinde in päulnifs übergeht und sich in dieselbe würmer ansetzen. Man sollte die-ses Abschälen, der Erfahrung gemäfs, spätestens 14 Tage nach der Fällung bewirken,den säum aber, wegen des leichtern Transportes, nicht aus dem Groben im waldebehauen (bewaldrechten), weil die Zimmerleute im walde wenig arbeiten, der Baumzweymal in Arbeit genommen werden mufs und das abgehauene nolz verlohren geht.14) Sehr nachtheilig ist, der Faulnifs und des wurmfrafses wegen, der Gebrauch, denich in Baiern nur mit der gröfsen strenge abschaffen konnte, welcher darin besteht:
*) Man mufs jo Jen Baum so fallen und umwetfen, dafs der Wagen oder Schütten seinem Stammende he.quem zukomnien kann, und dafs derselbe, im ralien, nicht viele junge Bäume niederraifst.