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gesagt, bey einigen Bäumen die Fasern von der Rechten zur Linken, und bey ändernvon der Linken zur Rechten, von der Axe des Baumes, abweiclien. Jenes nolz nen-nen die Gebirgsbewohner von Baiern und Tyrol Nachsonniges - nolz , welches eigent-lich das schieffibrigte Holz ist, und dieses widersonniges - nolz. Bey dem letztemzeigt sich folgendes: l) liegt die Mitte der Jahresringe beynahe in der Mitte desStammes ; 2 ) weichen die Fasern wenig von der Lage der Axe des Baumes ab, und
nur die äufsern Fasern weichen von der Linken zur Hechten, von dieser Axe, ab;
3) Dasselbe ist schwerer als das Nachsonnige, und da seine innern Fasern fast eineentgegen gesetzte Richtung mit den äussern haben, so ist der Baum nie gewunden,und übt, bey diesen gegenseitigen Richtungen der Fasern, eine grofse Elasticität aus;
4 ) Bekömmt es wegen dem Behauen wenig Risse, welche jedoch von der Linken nachder Rechten erscheinen ; 5 ) wird dasselbe von oben in der Mitte gespalten, und manlegt ein stück so vor sich hin, dafs das stammende unten steht, so tritt gegen dennern zu, die linke Hälfte vor; 6) Dieses hoIz läfst sich scharf nach dem Winkelbehauen , glatt behobeln , und wenn es nach den Jahresringen gespalten wird, gibtes reine Fafsstäbe ab. Es läfst sich ferner fast eben so gut, als das durchaus ge-radfibrige krümmen. Dasselbe ist demnach als Bauholz mit Nutzen zu verwenden.
Dasjenige hoIz, welches auf den Bauplatz von der Rechten zur Linken Risse er-halten hat, und dessen sammtliche Fasern nur diese Lage haben, d; i., das Nachson-nige- nolz ist leichter als das widersonnige. 2 ) Hat man es behauen, so dreht essich auf dem Bauplatze liegend, nach einiger zeit, worüber ich Beobachtungen habeanstellen lassen. 3) Es reifst sehr schnell und tief. 4 ) Ein daraus geschnittenesBrett widersetzt sich dem Hobeln, da seine Fasern ganz verdreht sind, und es läfstsich daher nicht glatt behobeln. 5 ) Dagegen ist es nach den Radien gespalten, zuDachschindeln sehr brauchbar, weil seine Fasern eine und dieselbe gewundene Rich-tung haben. 6) Wird dieses hoIz durch den Kern vertical gespalten, so tritt dirlinke Hälfte etwas zurück , und die rechte bedeutend vor. Und diese Eigenschafterwerden sowohl bey den zweigen als dem stamme angetroffen. Dieses Nachsonnigenolz ist also das Gewundene , welches sich auf zwey unterlager gelegt, leicht durch-trägt, dessen Gebrauch man in den oben angeführten Rücksichten bey dem'Bauwesen■eben so, wie das Gestreifte - nolz , welches weislichte und röthlichte streifen hat, zuvermeiden suchen soll. Nimmt man es zu Rammpfählen, so dreht sich der pfählzusehends, während den Rammschlägen, und nur mit ganz besondern Vorrichtungen,die aus den stärksten netten und Hebeln bestehen , kann derselbe kaum vertical ge-halten werden. Da die Fortpflanzung der Schwingung von den Holzfibern (s. 422.)Wesentlich zum Einrücken der Rammpfähle beyträgt, so wird bey diesem gewunde-nen Holze, das ist, bey der schiefen Richtung der von der Axe des pfahles abwei-chenden Fibern, diese w r irkung sehr geschwächt. Daher laugt das gewundene Holznicht zum pfahlroste.