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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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der Baum jährlich schlechter wird. Dafs, vorzüglich in den Gebirgsländern, dieBergabhänge vom Holze nicht entblöfst, sondern vielmehr mit saamen, und wo mög-lich, mit Lcrchensaamen, besäet werden, damit das nies - und steingerölle, die Flüs-se des flachen Landes nicht erhöhe, und möge endlieh dieses werk auch dazu bey-tragen, dafs die Bewirthschaftung des Busch- oder Faschinenholzes längs den Flüssen,den wasserbaubeamten übertragen werde, weil nur diese die Leitung der Flüsse,folglich auch die Erhaltung oder die w'egtreibung der mit Faschinenholz bewachsenenInseln und ufergegenden, verstehen.

$• 17. Wenn gleich keine Eigenschaft des Holzes für die Brückenbaukunde sowichtig ist, als dessen Elasticität oder Tragkraft: so sind doch darüber, bis vor eini-ger zeit, nur wenige Erfahrungen im Grofsen gemacht worden. Gewöhnlich giengendie civilbaumeister bey der Anwendung des Holzes furchtsam zu werke, und nachden Beobachtungen, die ich über die Tragkraft desselben angestellt habe, könnte,ohne uebertreibung, die Hälfte dieses Holzes, bey unserm Bauwesen, erspart werden,wenn man es auf die hohe Kante legte, und mehrere Längen-schwellen in Querbalkeneinliefse, so dafs nie eine schwelle allein trägt, oder allein in Bewegung kömmt.Diesen wichtigen Gegenstand mufs ich jedoch dem 3ten Bande, worin ich den Brü-ckenbau abhandeln werde , Vorbehalten !

Wer übrigens sich in der Holzbotanik näher unterrichten will, den verweiseich auf Burgdorfs Forsthandbuch, und auf die rhysique des arbres par Duhamel duMonceau .

18. Die Conservation des Holzes , in den Gebäuden, gegen den schwamm,die Fäulnifs, Erstickung, Verrottung, gegen den wurmfrafs oder gegen den Bohrwurm,ist für die Baukunde eine sehr wichtige Sache. Das beste Mittel besteht darin,wenn man das Holz £ stunde über in oehl kocht, welches jedoch wegen den Zu-bereitungen bey grofsen Baustücken nicht ausführbar oder äufserst kostbar ist.2 ) Man tränke es mit gekochtem oehl, mit Kampfer, Alaun, salmiak oder mit gutgekochtem schusterpech oder xheer, der 4 bis 6 stunden gesotten werden mufs. 3) Manstreiche das Holz dreymal mit oehlfarbe an* und mische eine Kanne aufgelöstenVitriol unter 2 pfund RÖthel- oder Hausfarbe, wenn sie mit Wasser verrieben undheifs ist. Um sie beym Anstreichen warm zu erhalten, lege man darin eine glühendeKugel. Nachher kann das Holz mit Steinkohlen, Theer oder mit gekochtem schiflfstheer,nämlich 2 Theil schusterpech und 1 Theil xheer, das 4 stunden gekocht wird, be-strichen werden. Ueber diesen Anstrich kann man nach einiger zeit einen drittenmit Rindsblut und RÖthel.Farbe machen. Endlich ist das Bestreichen mit frischge-lösehtem Kalk auch sehr nützlich. Da durch alle diese Mittel der saft nicht ersticktwerden darf, welcher sonst nicht ausdünsten kann, so mufs das Holz zuvor trockenseyn, bevor man dasselbe mit diesen und andern Ingredienzien bestreicht. Wirddiese Vorsicht unterlassen, so blättern sich diese Firnisse bald wieder ab, und die