Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Kosten sind vergeblich. Alle diese Mittel schützen aber gegen den aus Amerika ge-kommenen und sich an den Küsten des oceans und des Adriatischen Meeres befind-lichen Bohrwurmes, dessen ich im ersten Bande gedacht habe, nichts. Gegen diesenmufs man das nolz, oder auch die pfähle, mit ßley umlegen, und dann mit Thaueumwinden (siehe 1 b. s. Ö52), wenn das hoIz nicht wie eine Honigscheibe, binnen6 bis 8 Jahren, von diesem einen bohrförmigen Kopf habenden wurm durchlöchertseyn soll.

§. IQ. Ein Nachtheil anderer Art, und den man überall abstellen könnte, denich in dem mir anvertrauten Departement abzustellen versucht habe, besteht in derArt, wie das nolz zugehauen wird. 1 ) Läfst man in holzreichen Gegenden von demHolz auf den sägmiiblen nicht die seiten abschneiden, oder grofses Holz in vier klei-nere Balken zerschneiden, sondern man haut so viel davon ab, bis das stärkste Holzzum kleinen Balken geworden ist. 2) Es hauen und sägen die Zimmerleute das fe-stete Holz, eben weil es schwer zu bearbeiten ist, am stammende ab, und benutzendas hoIz gegen das zopfende zu. Die abgetrennten langen Klötze werden dann inihre Hauser geschleppt, oder als Brandholz verkauft, und welcher unfug wird nichtmit dem Behauen der Holzstämme getrieben. Es wird auch selten genau vierkantigbehauen, weil die zimmerleute anstatt 6 bis 8 Schnurschläge zu machen, sich mitvier Schnurschlägen begnügen, und endlich läfst man die obere seiten der Balken,z. b. der strafsenträger, flach, ohne sie sattelförmig zu behauen, damit das Wasserablaufe. So faulen sie denn in fünf Jahren!

§. 20. Zur Verhütung des schwammes , welcher das hoIz anfrifst, und selbstalle harzigen Theile auflöst, ist es nothwendig, das Balkenwerk, welches nicht demsteten Luftzuge ausgesetzt ist, mit Kohlenstaub, Eisenschlacken, zerstofsenen ziegel-mehl, trockenen sägespänen oder ziegel und ganz ausgetrocknetem Mauerwerk undtrockenem reinen Sande, auch mit trockenen wachholderstrauchen, Und pferdemist,der viel Alcali enthält, zu überlegen. Dieser letztere ist vorzüglich bey dem Beckie-sen der Brücken, sehr zu empfehlen, wovon ich den Nutzen erfahren habe. Erdesollte man aber weder auf dem Bauholze oder den Bohlen, noch darunter, ebenso wenig als altes hoIz , unreinen Bauschutt oder nassem mit Erdtheilen vermischtensand, legen. Wird das hoIz in Mauern eingeschlossen, so ist es mit heifsen oelzu tränken, dann aber mit Vitriol, oder welches doch nicht so gut ist, mit frischgelöschtem Kalke oder oelfarbe zu bestreichen. Ist das nolz aber bereits vomSchwamme oder von Fäulnifs ergriffen, so stosse man das schadhafte Stück mit demMeissei aus dem Holze , setze ein neues eichenes stück ein, und bestreiche das hoIzmit der mit Kupfererde verbundenen vitriolsäure oder mit dem blauen cyprischenVitriol. Auch der mit Eisenerde verbundene gemeine graulichte vitriol ist hierzubrauchbar; man löse nämlich im warmen Wasser, besser aber im lauen Molkenwas-ser, etwa in 15 maafs, 8 pfund Vitriol auf, und bestreiche mit dieser flüssigen

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