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ben, den Winter über, vom schnee frey zu halten. In den Steinbrüchen liegen diesteine entweder in schichten, als Thonschiefer, Glimmer, reldspath, Sandsteine,Granit, Tuftsteine; oder sie machen einzelne steine, als wachen, Basalte, Thonstein,Laven, Quarz, Kiesel, Feuersteine; oder bilden grofse Massen, als Marmor oder Kalk-steine aller Art, Porphyre, Nagelflue (besteht aus einzelnen Kieseln, die durch Thonzusammen verbunden sind, und der unter der Benennung Breccia bekannter ist),Tufsteine und sehr feste Sandsteine. Diese verschiedenen steine, wovon der franzö-sische cubik-schuh 144 bis 200 pfund wiegt, können zu den Wasserbauten, vor-züglich bey den äufsern wänden, gebraucht werden. Folgende stufifenfolge ihrerBrauchbarkeit findet dabey statt: a) zu den Gründungen und denjenigen Theilen derBauwerke, welche der abwechselnden Witterung und dem wasser preis gegeben sind:Nagelfluesteine, (sreccia) Granit, Basalte, grofse Kiesel, einzeln auf dem Felde liegendewacken, Porphyre, ockerartige Sandsteine mit Eisen vermischt, solche Tuftsteine, die
nach der Erfahrung vom Froste nichts leiden; b) zu den obern und innern Theilen
der Bauwerke aufser diesen Steinen, Tuftsteine , Feuersteine, Jaspise, Kalksteine allerArt, Sandsteine, Feldspäthe, Kiesel, Glimmer und Thonschiefer; Glimmerschiefer istda, wo der Bau dem Feuer ausgesetzt seyn mufs, am besten anzuwenden.
Zuweilen wird jedoch der Ingenieur genöthigt seyn, auch die von letztererGattung, wenn sie so beschaffen ist, dafs sie sich nicht vom wasser auflöst, undvom Froste gesprengt wird, zu den untern Theilen der Bauwerke zu gebrauchen.
22. Die Güte der natürlichen Bausteine zu prüfen, so giefse man l) scheide-wasser darauf, und sehe, ob sie Thontheile absetzen, denn solche steine sind festerals diejenigen, welche davon nicht niederschlagen. 2) Man setze die Steine einemgelinden Feuer aus, observire, ob sie schnell springen. 3) Man lege sie einige Tage
über bald in kaltes, bald in warmes wasser, und wenn sie um ein geringes schwe-
rer geworden sind, so ist es ein Beweis, dafs sie wenig Feuchtigkeit eingesogenhaben', folglich dem wasser ausgesetzt, während des Frostes, nicht springen. 4)Während der strengen Kälte lege man die steine ins wasser, und wenn sie dannnicht springen, so sind sie zum Wasserbau brauchbar; im Fall sie sonst beym Bre-chen den nöthigen Grad der Festigkeit verrathen. 5) Man beobachte die bereits ausden Steinbrüchen, aus welchen die steine gewonnen werden sollen, vor langer zeitaufgeführten Gebäude, und sehe, ob diese vom Froste oder der Witterung nichts ge-litten haben! 6 ) Die Bausteine, welche, wenn man mit den Hammer daran schlägt,hell klingen, sind feste. 7) Solche steine, die viel Salpeter enthalten, sind nur in tro-ckenen Mauern, das sind solche Mauern, die ohne Mörtel mit moos ausgeführt wer-den, brauchbar, weil der Kalch sich mit dem Salpeter nicht verbindet. Werden inWohngebäuden diese steine vermauert, so bleiben die Mauern stets feucht. 8) Dasbeste Kennzeichen von der Güte der Bausteine bleibt aber immer, wenn sich diesel-ben bey den bestehenden Gebäuden gut gehalten, das ist, allen Einwirkungen desII. Bd. 65