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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Frostes und der Nässe widerstanden haben. Steine, die in den Brüchen oben auf-liegen, taugen gewöhnlich nicht, weil sie verwittert sind. Dafs aber die frisch ausdem Bruch kommenden steine besser als die einige zeit ausserhalb gelegenen, sind, ist kei-nes wegs eine allgemeine Regel, ja, es giebt steine, z. b. in den steinbrüchen von rafis,und viele Flufssteine, die erst an der Luft hart werden, folglich sich anfänglich mit leichterMühe bearbeiten lassen. Andere Steine müssen lange liegen, ehe man sie verarbeiten darf.So lehrt bereits yitruv l. 2. cap. vi., dafs man die bey itom aus den AllienischenBrüchen genommenen Steine zwey Jahre vor ihrem Gebrauche brechen mufste, undzwar nicht im Winter, sondern im Sommer. Dieses gilt insonderheit von den Sand-steinen, die vom Froste, wenn sie dem wasser ausgesetzt werden, stark leiden, unddaher dem Granite weit nachstehen. Zu den gleichfalls regulair behauenen oder ge-sägten Deckplatten bedient man sich jedoch des Sandsteins, so wie des Marmors,des Porphyrs und der Granite zum häufigsten.

§. 23. Die Gewinnung oder Forderung dieser steine aus dem Bruche geschiehtvorzüglich auf folgende Art: _l) bey den in schichten liegenden steinen werden eiserneHeb- oder Brechstangen Big. bet und / Tab. 100. und eiserne Keile gebraucht. Dieerstern mögen eine Länge von 5 bis 15 Schuh haben, und 10 bis 25 pfund schwerseyn; die letztem dienen vorzüglich zur Spaltung der Steine. Auch wird bey erstermder steinerne Meifsel oder das Stemmeisen / gm und o, auf welchen man mit dem6 bis 10 pfund schweren Handschlägel Fig. h schlägt, angewendet.

Will man solche gesprengte oder einzeln liegende Steinmassen,, welche bey derdamit vorzunehmenden Spaltung regelmäfsig springen, entweder des Transportes we-gen verkleinern, oder zu Werkstücken, die man auch ouadern nennt, das sind solcheBausteine, welche nach fünf seiten regelmäfsig behauen oder zubereitet werden,umstalten, so wird dieses auf folgende weise bewerkstelliget. In dem zu spalten-den stein wird, nach dem schnür schlage, mit spitzen Pickeln (Fig. lt, Tab. 103.) eineBitze, je nach der Harte des steins, 2 bis 6 zoll tief, eingehauen, und darin auf 4bis 6 zoll Abstand gut gestählte eiserne Keile mit schweren Hämmern, indem nachund nach auf die Keile rückwärts und vorwärts, anfänglich schwächer, dann stärkergeschlagen wird, eingetrieben. An den seiten der eingehauenen Kitze werden aberzwey Blechstücke eingesetzt, zwischen denen die Keile gestellt werd^ •

Nach einer andern Methode werden in den stein, auf 6 bis 8 zoll Abstand,1 bis 1zoll weite Locher, 6 bis Q zoll tief eingebohrt, wo dann in jedes Lochzwey halb cylindrische Keile gesteckt und eingesetzt werden, nämlich mit den dickenEnden unten. Zwischen diesen wird ein eiserner Keil eingetrieben. Dieses Eintrei-ben mufs bey allen in einer Richtung gebohrten Lochern zu gleicher zeit geschehen.Ein verfahren, welches auch smeaton bey Absprengung des ndyston - Felsens ange-wendet hat. Siehe Seite ig4. Das Bohren der steine wird aber zum Besten mittelsteiner von f erronet rab. 85. i’ig. 11. bis l6. beym Brückenbau gebrauchten Bohrma-