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schine bewerkstelligt. Zwey Arbeiter rig. 11. und 12. drehen eine Kurbel, die mit-telst ihrer Daumwelle einen Hebel g, woran das seil 10 mit befestigt ist, niederge-drückt wird. Zugleich geht also der Hebel 4 auf und nieder, und weil daran das ge-stählte Bohreisen 14 festgemacht ist, dessen Ende einen gestählten Bohrlöffel formirt,so geht die Bohrung vor sich, welche der an dem Bohr angestellte Mann verrichtet.Das Schwungrad (b) dient der Maschinerie zu einer gleichförmigen Bewegung. Aufdiese weise bohrt ma^ Löcher durch ganze steine, und beyrn Bau der Erücke zuNeuilly wurde von drey Mann ein fünf schuh tiefes und 8 zoll weites Loch binnen ifrage gebohrt.
Auf die im Anfang dieses §. beschriebene weise werden die Granitsteine im Fichtel-gebirge gesprengt, nur mit dem unterschiede, dafs auch an der vordem Seite des Steineseine Spalte, mit der spitzhaue Fig. 2. Tab. 100., eben so tief, als die auf der Oberfläche desSteins gemachte spalte, nämlich 8 bis 13 zoll breit, ausgehauen wird. In dieser letztemspalte werden nicht Keile eingetrieben, denn sie dient nur zur regelmäfsigen Ab-sprengung des Steinstücks. Sie mufs daher in der 1 verticalebene der obern spalteliegen.
§. 24. Zwey stunden von Nürnberg liegt eine in der dortigen Sandgegend ausfestem Quarz und Sandstein bestehende Felsmasse, die man den Wendelstein nennt, undund wovon der baierische cubik-schuh, bester Gattung, 103 Nürnberger pfund wiegt.Legt man ihn 24 stunden ins wasser, so nimmmt er um ein pfund an Gewichte zu.Die leichteste und schlechteste Gattung wiegt trocken Q5 pfund, und saugt nach 24stunden drey pfund wasser ein. Aus diesem wendel&teinhruche werden vortrefflicheMühlsteine, die man auf 30 Stunden verfährt, gebrochen, weil sie nicht nur fest,sondern auch feinkörnig sind. Auch die Pflastersteine zu Nürnberg und in der Ge-gend werden aus diesem Bruche genommen, woselbst die cubik - Klafter dieserPflastersteine, mit Inbegriff des Fuhrlohns , 20 fl. 18 kr. kostet.
Die Sprengung dieses Steins geschieht folgender Massen : Nachdem drey Seitendes abzusprengenden steinstücks frey gemacht sind, wird auf dessen Oberfläche, ge-gen die Felswand zu, eine Rinne mit einem keilförmigen und ganz spitz auslaufen-den eisernen Pickel (iab. 103. Fig- 17.)» dessen Länge 18 zoll, und dessen mittlereDicke einen zoll beträgt, ansgehauen. Derselbe ist an einem hölzernen stiel von 2 f-bis 3 schuh Länge, wie eine gewöhnliche Axt , befestigt. Die Tiefe und Breite derRinne richtet sich nach der oröfse des abzusprengenden steins; bey kleinen stein-stücken beträgt die erstere 5 zoll, und die letztere l zoll. Will man z. b. einsteinstück von 18 schuh Länge, 8 schuh Breite und 8 schuh Höhe erhalten: so er-hält die Rinne eine Tiefe von 18 zoll , und eine Breite von 6 zoll. Der yertical-fläche der obern Rinne nach, wird, in der aufrecht stehenden Seite des steins, gleich-falls eine Rinne, stirnrinne, genannt, verlies]. eben so tief gemacht. Sind diese zwey»innen keilförmig ausgehauen, so werden darin, aus trocknem Rothbuchenholze, zwey
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