Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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zoll lange, und 2 bis 3 zoll breite, und 6 Linien dicke Stücke dergestalt eingesetzt,dafs die Fibern des Holzes senkrecht stehen. *) Auf diese weise werden die Rinnenihrer Länge nach, nach der ganzen Breite zugleich, mit diesen Hölzchen, so weit alssie hinab reichen, ausgebuchst (ausgefüllt), und zwar dergestalt, dafs sie an denseiten der Rinne fest anliegen. Dann nimmt man einen Schlägel (rab. 105. Fig. 18.und 19.), dessen aus Eisen bestehendes Blatt 11 zoll lang, und 18 Linien dick undbreit, und das in einem zwey schuh langen hölzernen stiel, wie eine Axt, befe-stigt ist, schlägt jetzt die Hölzchen nach und nach bis auf die sohle der Rinne hinab.Nunmehr werden eiserne Keile (f. 20 u. 22.), deren oberer Querschnitt (f. 21 u. 23.),einen bis zwey zoll beträgt, und die vier bis zwölf zoll lang sind, in die mitte dereingetriebenen Holzer, dicht neben einander, gesetzt, d. i., die Keile in der auf derOberfläche des steins gemachten spalte vertical, und in der stirnspalte horizontal.Jetzt nehmen drey bis vier Arbeiter , ein jeder, den vorher beschriebenen Schlägel(Fig. 18.), und schlagen nach und nach auf alle diese Keile, nämlich auf den milt-lern jeder spalte zuerst, dann auf die Keile rechts und links. Sie wiederholen die-ses Manöver so oft, bis der stein sich vom Block ablöfst. Nach der Beobachtung,welche ich bey Absprengung 'eines 1024 cubik-schuh enthaltenden steinstückes habeanstellen lassen, wurden zur Aushauung der obern 16 Schuh langen ninne , die mandort Rück- oder Ruckenrinne nennt, und zu der acht schuh hohen stirnrinne zweymann 3 f Tag verwendet; zwey Mann fütterten dieselben binnen 1 f stunden mitdem Rothbuchenholze aus. Zum Einsetzen der Keile wurden 30 Minuten verwendet,und vier Mann schlugen 3-| stunden auf die Kgile, bis das Steinstück abgesprengtwar. Bey einer mittlern Tiefe der Rinne kann ein Mann acht schuh in 10 Arbeits-stunden aushauen. In diesem Steinbruche sprengt man auch grofse Felsmassen mitrulver.

§, 26. Die vtensilien und Werkzeuge, deren man sich zum sprengen, Behauenund Heben der steine, ohne zu den Maschinen seine Zuflucht zu nehmen, bedient,sind folgende auf Tab. 100. dargestellte: l) die eisernen srech- oder Hebestangen a,b, c, d, e und/, werden als Hebel gebraucht, und sie mögen 4 bis 15 schuh lang,1 bis lf zoll stark seyn, und 10 bis 120 Pfund wiegen; 2) der meisel oder dasStemmeisen n, 0, so wie die eisernen Keile, dienen, wie bereits gezeigt ist, zurSpaltung der steine, und zu den in Mauern zu machenden Vertiefungen. Die Spitz-oder Keilhaue g, die schneidhaue h und der Spitzhammer i, so wie die Mauerhäm-mer Z und rn , werden zum Behauen derer zu ufer-nevetements und zu Brücken er-forderlichen Werkstücke gebraucht. Mit dem eisernen Handschlägel k , der 4 — 6pfund schwer ist, schlägt man auf die Steinbohrer. Diese letzteren bestehen vorzüg-

*) Man nimmt deswegen nothbuclienliolz, weil das andere Holz entweder zu hart oder zu weich ist;das harte Holz leistet den eisernen, Keilen zu viel Widerstand, und weiches zu wenig. Im ersten Fallespringen dieselben heraus, und im letzten treiben sie den Stein nicht genug auseinander.