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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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lieh ln folgenden Gattungen. Zu weichem Gestein wird der schraubenzugartige Boh-rer r, und der mit drey schneiden versehene Bohrer q gebraucht. Beyde werdenmittelst einer eisernen durch ihr oehr gesteckten Stange gedreht, und darauf nurzuweilen mit dem Handschlägel geklopft. Der Stemmbohrer u ist dem Meisel o ähn-lich. Der Kreutzbohrer w rig. x, y, z, der von einigen auch Kornbohrer genanntwird, läuft in 4 scharfen Rücken, die sich in einem Mittelpunkte vereinigen, aus»Er wird vorzüglich in dem härtesten Gestein gebraucht, und ist am Kopf 2 bis 5zoll breit, da hingegen der Stemmbohrer zuweilen nur i zoll zur Breite hat.Oefters hat man auch in harten Gestein trichterförmige Locher zu bohren, wozu derTrichterbohrer s, der eine etwas scharfe spitze, von a bis b vier scharfe Schneiden1. 2. 3. 4. hat, und zwischen je zwey derselben ausgehöhlt ist, damit der stein-oder Bohrstaub aufwärts steigen kann, gebraucht wird. Die Bohrköpfe aller stein-bohrer müssen 1 J zoll stark gestählt und gehärtet seyn.

§. 27. Bey dieser Gelegenheit will ich die beste Art der Erdbohrer oder Sonden,in Fig. 41. 42. 43 u. 44. xab. 100. aufnehmen. Die Bohrstange a wird in einander ge-schoben, und dann mit dadurch gehenden und darin versenkten zwey schrauben, dieauf 4 zoll Abstand kommen, verlängert, so dafs man, mittelst Verlängerung derBohrstange, zu jeder Tiefe bohren kann. An dem obern rheile der Bohrstange wer-den zwey hölzerne nreharme oder nebel b befestigt, um den Bohrer — dessen obe-res Ende mittelst eines sich drehenden Ringes c und Flaschenzuges an einem drey-füfsigen Richtbaum hängt — nach derjenigen Richtung, die das versenken oder Her-aufziehen erfordert, drehen zu können. Ich habe alle diese Erdbohrer für meinePrivatsammlung machen lassen , und ziehe den in rig. 42. dargestellten, den übrigenvor. Deswegen habe ich davon auch den Baustellen Exemplare eingehändigt, womitsie zur Auffindung neuer Steinbrüche und Kiesgruben versuche machen. Da dieseBohrer sehr schwierig zu arbeiten sind, so findet man selten einen aohr- Schmidt,der sie machen kann. Der in Augsburg wohnende geschickte Zirkel- oder werkzeug-schmidt Clemens hat diese Bohrer, nach der Zeichnung, ganz vortrefflich gemacht.Die in Fig. 42. angegebene Form eines Erdbohrers ist auch vorzüglich bey Grund-bohrungen sehr brauchbar, wenn man dem Bohrer eine Breite von Q bis 10 zoll,und eine Höhe von 27 bis 30 zoll gibt. Einen ähnlichen Bohrer gebrauchte manbisher zur vorbohrung der Jochpfähle von der Braunauer Inn - Brücke, durch denTÖpferthon (dort rlinz genannt), indem die schweren Rammklötze, mit denen manden mit einem schweren eisernen pfahlschuh versehenen pfähl auch durch diesenGrund einrammen kann, nicht im Gebrauch waren. Ich habe über den Effekt desBohrens versuche anstellen lassen, welche folgendes Resultat gaben. Der Bohrer warÖ8 pfund schwer, 2 schuh 10 zoll lang, und bohrte 13f- zoll weit; die Stange war7f zoll stark, und 70 schuh lang. Das noch wurde 2Ö schuh tief gebohrt, undjeder schuh kostete 1 fl. 10 f kr.; neun Arbeiter und ein Werkmeister waren bey