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zünde und es selbst von der i/unte nicht eher angezündet wird, bis sich ein Arbei-ter von dem zu sprengenden steine so weit entfernt hat, dafs die abgesprengtensteinstücke ihn nicht beschädigen. Demnach wird die Lunte von einem, an demeinen Ende breitgedrückten und befeuchteten schwefelfaden gemacht.
§. 31. Die Füllung der Mine geschieht nach verschiedenen Methoden: l) Nach-dem sie mit einem aus Eisen bestehenden Löffel von dem steingraufs geleert und miteinem Lumpen oder schwamm gereiniget ist, wird das pulver hinein geschüttet undmit einem hölzernen, die Weite der Mine haltenden cylinder zusammengestofsen.Man legt darauf ein Stück papier , damit der feuchte Lehm das Pulver nicht annetzeund nimmt eine von Messingdrath, etwa oben 3 Linien breite, und unten spitze,die Hohe der Mine mit einem oehr übertreffende Nadel (Raumnadel); setzt dieselbevertical in die Mine , und stöfst sie durch das auf das Pulver gelegte papier oder indie Patrone hinein. Jetzt füllt man die Mine mit etwas angefeuchtetem oder trocke*nem Lehm , stampft denselben mittelst eines eisernen Stampfers, welcher an der ei-nen Seite eine länglichte Höhlung hat, worein die Raumnadel pafst, und die dazudient, damit die Lehmmasse um diese Nadel gleichfalls fest nieder gestossen werdenkann. Ist auf diese weise die Mine gefüllt, so wird die naumnadel, mittelst einesdurch ihr oehr gesteckten Stabes, hin und her getrieben und heraus gezogen ; dannaber der von ihr eingenommene Raum mit feinem pulver durch sinträuflen gefüllt,das ziindpulver und die rnnte angelegt und angezündet. Da das von der Nadel ge-machte Loch zuweilen zufällt, folglich mit der naumnadel nachgestossen werden mufs,und nicht selten die ganze Füllung vergeblich ist, so hat die Anwendung der Halmevon weitzen - und Gerstenstroh , oder des Schilfrohres vor der eben beschriebenenMethode den Vorzug. Auch kann hiebey die Leitröhre kleiner, folglich die Explosiondes Pulvers stärker seyn. Man setzt nämlich ein solches nohr oder Strohhalm, dessenoeffnung kaum eine Linie beträgt, vertical in die Mitte der Mine hinein, wenn dasSprengpulver zuvor hinein geschüttet ist. Bey einer Patrone aber steckt man es indieselbe einen zoll hinein, und schiebt es mit derselben in die Mitte hinab, nachdemes vorher mit sehr feinem pulver gefüllt wurde.
Besser noch als diese Methode ist der Gebrauch eines ausgebohrten nolzrohrleins,oder einer aöhre von gebranntem Leder, neben welche man eben .so als neben demHahn: Lehm, steingraufs, feinen nies, bis zur oeffnung der Mine, mit einem Stam-pfer , einstampft, der auf der einen Seite, seiner Länge nach, eine Höhlung habenmufs, worin die Rohre oder der Halm einpafst, damit dieses oder jene, währenddem Einstofsen, nicht beschädigt werde. Zu diesem Behuf kann man auch einenStempel verfertigen lassen, dessen Horizontalschnitt dem der Mine fast gleich kömmt,und der in der Mitte eine oeffnung hat, welche vollkommen für die LeitröhreRaum läft.