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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Anstatt des Minenpropfes von Lehm, steinstücken oder Kies, hat man ehemals,über das Sprengpulver oder über die Patrone einen hölzernen pfropf, in die Mineeingetrieben und in demselben für das Leitpulver eine oeffnung gebohrt, um denpfropf herum, zur genauen Füllung der Mine, Sand eingestreut, wenn nämlich zwi-schen demselben und dem aände der Mine einige Zwischenräume statt finden. Daein solcher pfropf allemal verlohren geht, und wenn in dessen p.öhre sand oder.Steine einfallen, die ganze Mine unbrauchbar wird, so ist dessen Anwendung nichtimmer anzurathen.

$. 32 . Das steinsprengen mit Pulver unter wasser , hat defswegen Schwierig-keiten , weil die Patrone und die Leitröhre vom wasser befreyt seyn muls. Manvermeidet es möglichst dadurch, dafs die Sprengung, während des niedrigsten was-serstandes, selbst im Winter, dessen kurze xage beym Wasserbau, überhaupt beyallen schnellen in kalten climaten strömenden Flüssen, worin dieselben des sommersvon dem schneewasser öfters hoch ansehwellen, zu benutzen sind — geschieht,und 2) dafs man einen Theil der Strommasse, mittelst eingesenkter Prahmen, sink-stücken 1. b. &. 262 .. riofsen und Fangdämmen oder umdammungen von Faschinenbau,Erde und Lehm, ( auf eine unbestimmte zeit ) von den zu sprengenden steinen ab-lenkt und die hervorragenden stellen davon befreyet.

§. 33. Kann man dem steinsprengen, während des hohem Wasserstandes, nichtausweichen, so müssen, je nach der wassertiefe und der Härte des Steines, langeund dicke Bohrer angeschaft; auch die Einrichtung mittelst riofsen und Prahmen oderfester Gerüste, dergestalt getroffen werden, dafs die Arbeiten so wenig kostspielig alsmöglich fallen. Die liefe der Mine mag 14 bis 36 " betragen und sich zur Höhedes zu sprengenden Steins, wie 1:4; wenn der stein aber in Kiesel etwa J einliegt,wie 1 : 3 ; in Thon und Erde wie 2:5, verhalten. Doch die örtliche Erfahrung mufsauch hierüber noch bestimmter entscheiden. Ihre weite mag 1 bis 3 " seyn ; dieMasse des Pulvers oder die Patrone mag § der Mine ausfüllen. Dreyerley Methodensind der Erfahrung gemäfs die besten. Sie erfordern alle eine Aufsatztülle, wegen desteitrohrs, deren Querschnitt oder Form mit der Mine gleich seyn mufs. 1 ) Ist dieMine nämlich genau vertical gebohrt und daraus der zermalmte steingraufs heraus-gezogen, so wird mit einem zweyten oder Trichter-Bohrer, dessen schneide 2" brei-ter als die des erstem Eohrers seyn mag, die Mine oben 4 bis 5" tief erweitert,und abermals von dem steingraufs gereinigt.* Jetzt steckt man den ersten kleinenBohrer vertical in die Mine, und läfst an demselben eine genau, in den weiter ge-bohrten Theil derselben, passende hölzerne Bohre, deren sand f" dick ist, herab.Auf diese Bohre wird nachher mit einem hölzernen Schlägel, bald auf der einen,bald auf der andern Seite geschlagen, damit sie in diesen Theil eindringt. Jetztzieht man den Bohrer heraus , legt ein Brett auf die Röhre, deren unterthei'l in dasobere des Bohrloches zu stehen kommendes Ende in xalg getaucht und mit Flachs

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