Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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hinab gestossen, nachdem zuvor mit demselben, ein mit einer 4 Linien weiten Rinneversehenes Holz l, mittelst eines Fadens verbunden war. Diese Rinne stiefs genauauf die zwischen den Keilen inne laufende Röhre. Jetzt, nachdem der an der eiser-nen Stange angeschmiedete Treibekeil h , indem man auf dieselbe klopfte, genau aufden untern oder setzkeil c angetrieben war, wurde die solcher gestalt gefüllte ble-cherne aöhre ef in die Mine hinab getrieben; die beyden Flofse d d , wie es in derZeichnung angegeben ist, auseinander geschoben; die Leitröhren mit feinem Pulvergefüllt, über, die zwey rlofse eine Balkenlage ae gemacht, worauf steine b gelegtwurden, damit die von dem Pulver vertical aufgeworfene blecherne RÖhre dagegenanprellte und aufgefangen werden konnte. Endlich ward die Lunte angebracht unddie Mine angeziindet. Der untere Theil der Rohre, so wie der setzkeil war gewöhn-lich verlohren ; letzterer weil die Patrone seitwärts der erstem ihre Explosion ausübte.

§. 34. Sind die einzelnen steine oder Felsen auf eine oder auf die andere weisegesprengt: so werden sie mit dem plaschenzuge, dem wuchtbaum, der schraube,der steinklaue, der Steinzange oder der Erdwinde, und mit alle den in der vorher-gehenden Abtheilung beschriebenen zug- und Hebemaschinen heraus gehoben, undso wird das Fahrwasser gereinigt.

$. 3 5. Die aus den steinbrüchen gesprengten steine aller Art werden auf zweyer-ley weise zu Werkstücken zubereitet. Entweder werden sie auf Maschinen gesägt, *)(vorzüglich die Tufsteine und Sandsteine) , oder sie werden zuerst mit der spitzhauerig. ft. Tab. 100. behauen, und dann mit den gezahnten Hammer, der vorne einigerautenförmige Erhöhungen hat, ins Feine zugehauen. Zu dem Abhauen grofser Eckenwird der Hammer Fig. l. gebraucht, oder es wird dasselbe, vermittelst Keile Fig. 13.,oder dem steinmeisel Fig. jr., abgesprengt, indem man darauf, mit dem eisernenSchlägel Fig. k, schlägt.

Feine Sandsteine, wenn sie auf diese weise zugehauen sind, werden noch miteiner Handsäge, deren Blatt keine zähne hat, glatt geschnitten , wenn der Ingenieursehr geringe steinfugen .haben will. Eine Methode, welche bey dem moIo von Lindau angewendet wurde. Auf Tab. 104. sieht man die schönen steinlagen dieses Werkes.

$. 36. Die Künstlichen steine bestehen entweder aus einer Masse von Granit-sand oder Quarzsand und Kalk; aus gestossenen Tuftsteinen, Sandsteinen, simmsteinoder vulkanische Asche und Kalk , oder aus Kalkmergel, frisch gelöschten Kalk undBausand; aus geschmolzenen in Formen gegossenen Eisenschlacken ; aus Thon undzerstossenen Bimmstein oder vulkanische Asche; oder endlich aus Lehm, ihon undSand, welche letztere man ziegel nennt.

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*) Unter den durch das Wasser getriebenen Steinsägen habe ich die beftte Einrichtung bey München inder Sc. Anna Vorstadt in der Nähe meines Landhauses gefunden, und ich besitze ein nach dieser nin-Dichtung Te-rbessertes Modell, in meinet Modell-Sammlung,