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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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rechnet man gewöhnlich acht steine. Die Ziegel werden aus rhon und sanä , oderaus Lehm gebrannt. Unter Thon versteht man eine grauliche, bläuliche, dunkelbrau-ne oder schwärzliche sehr fette Erde; unter Lehm aber eine röthliche oder gelblichemit Sand vermischte Erde. Er löfsi sich in wasser gelegt durchs umrühren aufjnicht aber der Thon.

Da die aus blofsen Thon gebrannten steine im ofen springen oder aisse bekom-men, und den Mörtel, ihrer glatten Oberfläche wegen, nicht aufnehmen: so mufsderselbe mit sand oder vulkanischer Asche, oder mit zerstossenen Bimrnstein, Ham-merschlag oder steinkohlenstaub, vermischt werden. Insofern aber letztere Ingreden-zien nicht allemal zu haben oder kostbar sind, so bedient man sich zur aeymischungdes Sandes, der von Mergel oder aalktheilen frey seyn sollte. Von diesen zwey letz-tem Materien mufs jederzeit der Lehm befreyt werden, weil sie entweder die Steinesprengen, oder, selbst in den Gebäuden, den iwörtel aussprengen, indem sie sichlöschen. Hat demnach der Lehm diese Ingredienzien, oder mufs der Thon mit Sandvermischt werden: so ist es nothwendig, die ziegelerde durchs Treten] und Aufwerfenmit der aotthacke (Fig. 71. Tab. 84) tüchtig um oder durcheinander zu werfen, das ist,von der einen nach der andern Seite zu durchhauen. Dann treten die Arbeiter dentehmbrey mit den Füssen durch, und indem sie dieses verrichten, müssen sie die gröfsernKiesel, so wie die Kalk - und Mergelstücke, sorgfältig aus'lesen und bey Seite schaffen. Da,bey dem fetten rhone, diese Arbeit mit den aussen, äufserst beschwerlich ist, so he-bedient man sich zur Vermengung des Sandes mit dem rhone oder Kley , der soge-nannten Kleymühle Tab. 84. Fig. 5Q., bey welcher eine runde durch einen rferde-göpel in Bewegung gesetzte scheibe eiserne Messer hat, die die ihon - und sandmassedurchschneiden. Welches verhältnifs aber des Sandes zum Thon statt finden müsse,und ob der Lehm zu viel Sand enthalte , daher eine seymischung von Thon erhei-sche, dies zeigt die Erfahrung. Die befste ziegelerde ist daher diejenige, welche vonder Natur aus rhon und feinen sand besteht, dies ist also der fIu fsschlamm. So neh-men die Holländer aus der yssel mit Handbügel (Tab. 100. Fig. 32.) ihre ziegelerde;auch in Baiern könnte aus dem Inn einen trefflichen Töpfer - ujid ziegelthon mit wenigMühe gewonnen werden, weil dessen Flufsbett an vielen stellen, z. b„ bey mükldorf,daraus besteht. Beyde Erdarten, (d. i., der Thon und der Lehm) enthalten salz undSalpeter, welches beydes während dem Brande der ziegel, ausgetrieben werden oderzum Th eil darin bleiben; daher die Festigkeit und Haltbarkeit nachtheilig sind. Sollendemnach gute ziegel gebrannt werden: so bereite man die ziegelerde im Sommer, lassedieselbe im folgenden wihter ausfrieren, damit die in den Lehm enthaltenen salz-Kalk- und Mergeltheile verfliegen oder sich auflösen. In Holland darf daher kein ziegel-brenner später als bis zum 20. September, und nicht früher als vor dem 10. May ziegelbrennen. Auch können dieselben, da wo man sie später oder früher brennt, währendden Nachtfrösten, unter den schoppen, gar nicht austrocknen, folglich müssen sie im ofen