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sollten nicht zum wasserhau gebraucht werden, weil sie alle jene Eigenschaften nichthaben.
43. Was nun das Formen und Brennen der ziegel, so wie die constructionder ziegelöfen anbetrifft, so gehört dieses alles nicht zu den Gegenständen diesesWerkes, und ich verweise den Leser, welcher sich darüber belehren will, auf fol-.gende Schriften, l) ßignon über die befste Art von oefen. 2) Gillys Anweisungzur Erbauung der Torf - ziegelöfen. Berlin 17Q2. 3) Bergmännisches Journal 2ter
sand 17Q1. 4) L Schauplatz der Künste und Handwerke yn. sand. 5) Cancrins
Abhandlung über die ziegelhütten.
Drittens.
Von dem Kalche , dem cemente und dem Mörtel.
$. 43. Unter allen steinen ist der nützlichste der Kalchstein ,. weil er aus drey-erley Gattung besteht, a) aus Kalchsteinen , b) aus Mergelerde oder c) aus Muschelngebrannt. Dieser heifst Musch elkalch ,. der erstere steinkalch, tederkalch oder blosKalch , und der zweyte mergelkdlch.
$. 44. Die Chemie lehrt uns: dafs der Kalchstein aus Kalcherde, Kohlensäureund Wasser besteht; dafs er gebrannt der letztem stoffen beraubt wird, mithin instücken und staub zerfällt; dieselben aber, der Luft und Nässe ausgesetzt, wiedereinsaugt, und sich so von neuem verhärten kann : weswegen die Kalchgruben vonder Luft verwahrt, d. i. mit Sande zugedeckt seyn müssen. Kalchstein in scheide-wasser aufgelöst , einen bedeutenden etwa f bis J des Gewichts vom stein habendenBodensatz von Kiesel-, Thon - und Eisenerde zurück lassend, gehört zum befsten.Der in nalchöfen gebrannte Stein *) veriiehrt gewöhnlich ein Drittel bis die Hälfteseiner natürlichen schwere.
$. 45. Wird auf den gebrannten Kalch wasser geschüttet: so verschluckt erdasselbe, erhitzt sich, indem der darin enthaltene wärinestoff ausgeschieden wird.Den mit wasser gesättigten Kalch nennt man lebendigen oder gelöschten Kalch **).
*) Das Brennen mufs nämlich vollkommen geschehen, um die Kohlensäure und das Wasser aus die Steinezu treiben und der nicht gut ausgebrannte Kalch taugt deswegen zum mauern nicht. Wird währendheftigen Regen und Stürmen gebrannt, so geräth der Kalch nicht so gut als bey schöner Witterung;auch mufs das reuer nicht einmal schwach und das andere mal stark seyn. Die Kennzeichen eines gutgebrannten Kalches bestehn darin: dafs der Stein nach dem Brande um die Hälfte kleiner oder wenig-stens 1/3 bis die Hälfte leichter ist; dafs er beym Löschen knistert und einen dicken Rauch giebt; vielWasser verschluckt und sich an die Wände der xalch«rube anhänot
C* D *
Da der gebrannte Kalchstein, wenn er im Freyen liegt, die Kohlensäure und Wasser einsaugt; so istes nothwemlig, ihm entweder in oefäfse zu füllen, bald zu löschen oder zu gebrauchen, BeymLöschen mufs so viel Wasser aufgegossen werden, dafs sich alle Steine hinlänglich mit Wasser sättigen;