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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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drey Pfund Schmiedeschlacken, und ein viertel pfund nälberhaare, statt welcher mansich auch der Baumwolle bedienen bann. Anfänglich mischte man jene viererley pul*rerisirten Ingredienzien, worauf Kälberhaare gelegt wurden, untereinander, danngofs man oel darauf, und ein oder zwey Arbeiter schlugen darauf mit einem eiser-nen stabe, während sie die Masse öfters wendeten, bis dieselbe ganz zähe war.Beydes, sowohl den Cement als die steinkitte, habe ich nachher bey allen Brücken-bauten vorgeschrieben, und mit dem befsten Erfolge gebraucht. Von dieser wogen

2 cubikzoll drey noth, und von jenem sieben Loth. Der cement verhärtete nachzwey ragen im wasser vollkommen. Zum stofsen der gut ausgebrannten Dachziegelund Krugscherben wurde ein Stampfer an einer 32 rufs langen Stange, mittelst einesSeiles, gehangen. Diese Stange wurde in zwey stützen geklemmt, nämlich in derMitte und mit dem Ende. Auf diese weise war sie elastisch, und dem Arbeiter wirddas Aufheben des an dem andern Ende der Stange angebrachten Stampfers sehrleicht.

§. 50. Ein guter Feuer- oder neifser-Kitt wird nach cttlys Landbaukunst S. 131.folgendermafsen zubereitet: Man nimmt 24 Loth colofonium oder peeh, 5 noth gel-bes wachs, 2 Loth Terpentin, ein loth gestofsenen Mastix, l roth schwele! und einegute Hand voll ziegelmehl. Diese Massen werden in einem Topf oder Grapen auf demFeuer zerlassen und fleifsig umgerührt. Wenn dieser Kitt sogleich gebraucht werdensoll, so müssen die Fugen mit glühenden Holzkohlen oder mit einem darauf gelegtenstarken glühenden Eisen heifs gemacht werden , und so wird die Masse glühend ein-gegossen. Man kann daher diesen steinkitt nur allein bey plattliegenden Steinen,als bey Bassins, wasser-Reservoirs und dergleichen anbringen. Er wird gleich hart,so dafs der überstehende weg gemeiselt werden mufs. Von diesem Feuerkitt kannman auf viele Jahre vorrath machen, solchen in stücken aufheben, und beym Ge-brauch so viel abschlagen und schmelzen, als man benöthigt ist. Der Kitt zur Ver-dichtung der Fugen zwischen Kupfer und Sandsteinen, soll aus 7 Theilen Menninge,

3 iheilen silberglätte, 3 Theile boIus , ein Theil gestossenem Glasse und zwey Theilegutem Firnifs bestehen.

$. 51. Was nun endlich die Prüfung des Kalchsteines anbetrifft: so braufstscheidewasser darauf gegossen, in Blasen auf, und wenn er darin oder in SalzsäureHegt, und sieh gänzlich auflöfst, so ist er sehr gut: je mehr andere aufgelöfsteErden zurück bleiben, desto geringer ist der Kaleherdengehalt, desto schlechter istder Kalchstein.

52. Es herrscht im Allgemeinen das vorurtheil, als wenn gegenwärtig die Berei-tung des Mörtels nicht so gut als von den Alten geschehe» Wenn aber in Erwägunggezogen wird, dafs die Luft alle Feuchtigkeit und salze aus den Mauern zieht: so istes gewifs, dafs der Mörtel ?on derselben mit der zeit immer mehr erhärtet. Baumei-ster , die d aber auf die Zubereitung des Mörtels die gehörige Sorgfalt verwenden,II, Bd. ' 68