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angewendet werden müssen. Diejenigen, welche von einem Ingenieur verlangten,dafs er genau die Länge der Grund- und stutzpfähle siehe s. 445 , ehe die Aus-führung des Baues oder die genaueste Untersuchung des Bodens beschlossen wird, an-geben, und während des Baues von dem Anschläge um gar nichts abgehen soll, ver-rathen eine grofse Unwissenheit - r insbesondere, wenn es sieh um den in Flüssen selbstanzulegenden Bauwerken, als Brückenpfeiler oder zubauungen der ulüfsärme, handelt.
Wie nützlich und nothwendig indessen das Ausgraben einiger sehächte bis 10und 15 schuh Tiefe in den Baugrund ist, so läfst sieh dasselbe dennoch nicht alle-mal bewerkstelligen. Ein Fall, der bey rlufsbetten eintritt, nndr man imifs sich da*her öfters mit dem Erdbohrer und dem Einrammen eines pfahles oder einiger pfaXlebegnügen. Ausser solchen Frobepfählen bedient man sieh einer zwey zoll dickeneisernen Sondirstange. Dieselbe wird so lange in den Grund getrieben, bis sie mitSO Schlägen des. Rammklotzes nur 3 zoll tief eiurüekt. Damit man bey ihrer aus-ziehung die Beschaffenheit der Erdlagen erfährt, so sind an derselben, auf einen schuh Abstand, kleine aus Eisenblech bestehende Taschen, die nach unten offen stehen,befestigt. Da dieselben mit Talg angefüllt sind , so drängt sich das Erdreich in die-selben hinein, wenn die sondirstange eingerammt wird. Bey sehr grofsen Bauent-würfen , alz z. b. bey der mehrere schleusen erfordernden Schiffbarmachung einesFlusses , ist es nicht immer ausführbar, gleich bey dem ersten Entwürfe des Plans,an allen stellen Schächte abzuteufen. Kann man daher nicht auf die schichten oderragen des Erdreiches, worin die schleusen erbaut werden sollen, von den sichtbaren Be-standteilen der Flufsufer scldiefsen, so mufs sich eines Erdbohrers zur Untersuchungdes sehr weichen Grundes bedient werden. Der befste dazu ist derjenige, den dieHolländer gebrauchen und der sackbdhrer heifst. (Fig. 34. Tab, 83.) Dessen zweyzoll breiter Bügel c e ist an einer eisernen stange a b befestiget. Vorne ist derselbemit einer scharfen Kante versehen. Wird der Bohrer gedreht, so dringt sieh di©ausgebohrte Erde in das nrathnetz hinein. Uebrigens gebraucht man zur Erforschungdes festem Grundes die Tab. 100. Fig. 41. u. s- w. dargestellten sondert . Das si-cherste bleibt aber einen oder zwey F fahle zur Frohe einzurammen. Hat der Inge-nieur in einem Lande viel bauen lassen, so wird er ziemlich genau, bey allen in-Flüssen anzulegenden werken, die Länge der Grundpfähle im voraus bestimmenkönnen. So bestehen z. b» in Flüssen, die viel grobe Kiesel führen, die obern La-gen des Flufsbettes aus denselben, dann kömmt sehr fest liegender Sand, und end-lich Thon oder Lehm , so dafs die pfähle in den natürlichen Grund nicht tiefer, als24 Schuh an den ufern,. und im Flufsbette nur 14 Fufs eindringen. Jetzt kömmtdie wassertiefe hinztireehnen, um die uänge der Grund- oder stützpfähle, in Bezie-hung auf den zweck, zu bestimmen.
$.6l. In vielen Fällen wird man nun bey den Grundbauten solchen Raumauszuheben oder zu umdämmen haben , in welchem des Bauwerkes Fundament ge-