Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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legt werden mufs, und dieser keifst eine Baugrvbe . Folgendes sind die wesentlich-sten Maafsregeln bey ihrer Anordnung. Die Baugruben sind l) trocken, geräumig,und wo möglich, bis zum festen Grunde anzulegen, d. i., auszuheben.. Von den-selben mufs daher das wasser abgeleitet werden, welches Ableiten entweder durchden natürlichen Fall des Erdreichs , oder mit Hülfe der Schöpfmaschinen geschieht.Oefters wird es auch nothwendig, und es trägt zur Festigkeit des Bauwerkes wesent-lich bey, wenn aus dem der Baugrube nahe liegenden Erdreiche das wasser gezogenwird, welches zuweilen durch das Abbohren (s. 250.) geschehen kann. Diese letzteArbeit darf bey den stark mit wasser geschwängerten Bergabhängen, nie unterlassenwerden: denn es sind viele Bauanlagen in kurzer zeit deswegen zerstört, eingedrücktoder vom Frost gesprengt worden, weil die sie umgebenden Erdlagen mit wasserangefüllt waren. 2) Den Baum der Baugrube erhält man dadurch, dafs entweder diehinlänglich cohärirende Erde mit ein oder 1 f schuh Böschung abgegraben, dafs dieBaugrube mittelst hölzerner Verschalungen abgesteift wird , dafs man dieselbe mitFaagdämmen *) umgiebt, oder die schräge abgestochene Erde mit kleinen Verzäu-nungen s. i. b. s. 252.. befestigt, zwischen welchen steine gelegt werden, die gegendas Abspühlen der Erde (von heftigen Regengüssen, von den wellen oder dem flies-senden Gewässer) , Sicherheit gewähren. 3) Ausserhalb dem Fundamente des Bau-werkes oder dem horizontalen Boden der Baugrube., mufs des Bauverkehrs wegen,ein Baum von wenigstens 5 bis 12 .schuh breit bleiben. Da wo Kämmen gesetztwerden, mag man denselben so viel als nöthig ist, vergröfsern. 4) Bey lockernBoden kann man die Böschung der Baugrube mit 2 bis 3 Schuh breiten Absätzenoder Banquets unterbrechen , welche für den Bauverkehr und die Aufforderung derErde, sehr bequem sind. Ist der Bau bis über die Erde oder zur Oberfläche desWassers vollendet, so wird die Baugrube mit guter Damm- odfer Gartenerde, mit Thon,klein zerschlagenen ziegein, mit Kiesel und frisch gelöschten Kalch und sand, mit Lehmoder Mauerschutt, so feste als möglich angefüllt, wenn zuvor die pfähle und Spund-planken der Fangdämme, ausgezogen, nicht aber abgesägt sind, um den rauf desWassers oder die Verbindung des FÜllgrundcs nicht zu hindern oder der Schifffahrtschaden zuzufügen , der von dem Hervorstehen der gebliebenen pfähle gar leicht ent-stehen kann. Auch die pfähle und Planken der schalwände müssen weggenommenwerden, weil sie die Verbindung des FÜllgrundcs mit dem natürlichen Erdreiche hin-dern; jedoch nicht eher bis der Kaum mit guten Füllmaterialien ausgestampft ist,wenn nämlich das abgesteifte Erdreich schlammig und mit wasser geschwängert ist,wo es den besagten Kaum anfüllen würde, sobald man die Verschalung weggenom-inen hätte.

*) Tangd'ämmt sind im Allgemeinen interemistisclie Abdämmungen des äufsern Wassers von der Baugrube.Im Speciellen nennt man die aus einem Pfahl oder Holzbau mit Erde, Sand u, a, Material gefüllten,in dieser Absicht angelegten Dämme, FßUgedämmt.