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§. 62. Die Aushebung der Erde, steine und dergl, aus der Baugrube anbetref-fend: so verweise ich den Leser auf das im ersten Bande im Deichbau über die Auf-forderung und den Transport des Erdreichs vorgetragene *), und bemerke nur, dafsman dieselbe stückweise vornehmen , daher, die Baugrube in gewisse Bezirke abthei-len müsse. Insbesondere ist diese Vorsicht daselbst nöthig, wo, während des aus-hebens der Baugrube, zugleich das in dieselbe eindringende wasser ausgeschöpftwerden mufs. Denn wollte man diese Vorsicht verabsäumen, so würde das Wasser,welches in den gesammten Bezirk eindringt, ausgeschöpft werden müssen, anstatt esauf die angezeigte weise hur in einen kleinen Bezirk einquellen kann. Diese Aushe-bung der Baugrube mufs in solchem Boden, der voller Quellen oder morastartig ist,mit dem Handbügel Fig. 32. Tab. 100. oder dem sandkrazer Fig. 70. Tab. 84. oder mitdem rechts Fig. 32. Tab. 100. dargestellten, noch früher als die Einrammung des Fan-gedammes vorgenommen werden, weil man denselben so tief als möglich und nöthigist, mit guter Erde, mit Kiesel, sand und frisch gelöschten nalch füllen mufs, umdas wasser nicht durchzulassen. Auch muls sie von Buschwerk, grofsen steinenund hoIz, welches alles die Einrammung der Fangdämme erschwert und den Zugangdes w T assers erleichtert, gereiniget werden.
Bey Einrichtung der Baugrube und Fundamente mufs man auch folgende vorsich*brauchen. Ehe nämlich der Bauführer diese letztere auf das Terrain aussteckt, müs-sen zwey oder vier feste Niveau -Funkte an — zu diesem Behuf eingerammten —pfählen oder an ein bestehendes Gemäuer bezeichnet werden, auf welchen sich dieZeichnungen des Bauwerkes beziehen sollten. Alle plane sind aber deutlich und ge-nau zu verfassen, und die Höhen nach den angenommenen Niveau - punkten sowohlals die einzelnen Dimensionen des Bauwerkes sind darauf nach schuhen und zollenzu beschreiben, welches bey allen verticalen und horizontalen Durchschnitten gesche-hen mufs, und das man das cotiren nennt. Zugleich müssen die bey dem Bau an*gestellten Werkmeister und Gesellen genau übereinstimmende niaafsstäbe haben, dennso geringfügig auch diese letzte Vorsicht zu seyn scheint, so hat die Unterlassungderselben doch öfters viele Fehler zur Folge gehabt. Endlich werde von jeder gro-fsen Bauunternehmung, die auf einem pfähl- oder, schwell - noste aufgeführt werdensoll,, ein Modell (etwa der wahren Gröfse) angefertiget, und dieses in der w T erk-hiitte oder in dem saumagazine aufgestellt. Dadurch machen sich die poliere undGesellen mit dem Bauwerke vertraut, arbeiten fleifsiger und zweckmäfsiger, weil sieWissen, wie der sau werden soll; auch verlassen die guten Gesellen ihn nicht vorder Vollendung, um sagen zu können, „bey ihm habe ich gearbeitet“ !
ä *) Ist während nasser Jahreszeit aus der Baugrube Thon, leliin oder Schlick zu karrn, so bestreue mandie oangbretter und die teeren Karrn mit Sägespänne damit die Arbeiter nicht fallen, und die klebriehteErde leicht ausgeladen werden kann. Ein Hülfsmittel, welch« ich beym Deichban anzumeiieu verges»**n hab e.