Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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§. 63. Die schalwände oder Absteifungen einer Baugrube bestehen, wenn derabzusteifende Grund locker ist, aus schief oder vertical auf 6 bis l6 schuh Abstandeingeschlagenen stiitzpfählen a F'ig. 28. Tab. 83., und aus horizontal liegenden 2 bis4 zoll dicken planken, oder auch aus Balken, hinter welchen eine zweyte Reihe stütz-pfähle kommt, die auf 10 bis 15 Fufs Abstand eingerammt werden. Die grofsenStützpfähle deckt man mit einer schwelle. Selten wird diese Art von schalwändennothig seyn , sondern nur , hinter einer pfahlreihe , eine plankenwand !

Wird auf einen gewissen Abstand von der ersten wand ab Fig. 22. iab,83. einezweyte f g gemacht, so mufs eine Querholbe h h über beyde wände, als zur Verankerungoder zum Zusammenhalten dienend, gelegt, und der Zwischenraum mit Erde oderThon gefüllt werden, Das ganze keifst dann gewöhnlich ein Fangedamm. Bey ei-ner Absteifung eines sehr weichen Bodens , und bey hohen Baugruben ist man genö-thigt, auf 10 bis 15 Fufs Abstand, von denen die plankenwand haltenden stiitzpfäh-len, zwey oder drey Grundpfahle beysammen einrammen, wo dann diese mit denvordem stützpfählen, mittelst eines Balkens, Anker genannt, in Verbindung gebrachtwerden. Eine construction , die der im ersten Bande Seite 66o. beschriebenen, undFig. 15. l6 und 12. dargestellten, ähnlich ist. In *Fig. 3. Tab. 6l. ist eine solchedoppelte Verankerung der Art gezeichnet. Wie aber eine sehr, zusammen gesetzteVerankerung in die Erdwände hinein gemacht werden könne, dies zeigt Fig. xi. Tab. 83.,welche einen Querschnitt von einer der schilfsdocken zu carlscrona, und die Veran-kerung in a und b darstellt,

Besteht der Boden aus blofsem Quellsande, wodurch Wasser eindringt, so mufsein stützpfahl an den andern eingerammt werden, um dahinter die Balken horizon- \tal zu legen. An denselben wird sodann die Garten- oder Thonerde dergestalt an-gebermt *), dafs sie den sand hinreichend zusammen prefst, um das wasser nichtdurchzulassen. Die stützpfähle werden aber mit 500 bis Ö00 pfund schweren Ramm-klötzen eingesehlagen, bis sie auf 30 Schläge nur einen zoll einrücken. Vor derpfahlreihe mag man senkfaschinen legen, wenn die wellen ©der der Strom die pfählteangreiffen kann, und die man nach Vollendung des Baues wieder wegnimmt. Kannder Boden liegen bleiben, so führe man im Triebsande einen Faschinenbau auf, undbeschwere dessen Lagen, da wo der Fangedamm zu stehen kommen soll, mit kleinenKiesel und ungelöschten Kalch oder cement, damit das Quellwasser nicht eindringe,und die stützpfähle einen festen stand' erhalten, indem sie durch den Faschinenbailgerammt werden. Während des Kämmens lasse man um jeden pfähl stets sand schüt-ten, damit dieser pfähl desto fester zu stehen komme.

*3 Anbermm heifst die gute riillerde feste an etwas anstampfen , oder mit Schubkairn und Wagen anfalr-ren, oder auch mit andern Materialien die Böschungen verstärket;,

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