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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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hervorbringen, äufserst vortheilhaft ist. Bey einem solchen ungünstigen Boden wirdes öfters nothwendig, die Dammplanken tiefer als zehn Fufs in den Grand einzuschla-gen. Unter diesen umständen mag man sich also statt ihrer der viereckigen starkenpfähle bedienen. Hinter einer solchen eingerammten pfahlwand wird eine Damm-plankenwand, und zwar die planken im verbände mit den pfählen, eingerammt ;welche also die Spalten der pfahlwand decken. Die pfähle mögen wechselseitig regu-laire zapfen und Vertiefungen erhalten. Auf diese weise kann man zwey Reihensolcher pfähle und Dammplanken einschlagen, und das Ganze mit ausgestampfterErde u. s. w. füllen. Dafs die vordere pfähle längs einer Gurtung geschlagen , unddafs auf 6 bis 10 schuh Abstand queer über das werk Holben gelegt werden, isteine nothwendige Vorsicht.

$. 7 5. Ich habe in diesem werke schon mehrmal der horizontalen Balken-abdammung erwähnt, und ich empfehle sie auch zu Fangedämmen, so wie zur Ab-steifung des Erdreichs. Ueberall, wo der Ingenieur nichts von seitwärts eindringen-den Quellwasser *) zu fürchten, und wo er den Boden geebnet hat, wird derselbeBalkenwände an stützpfählen anlehnen, und die kostbaren Fangedämme vermeiden.Diese Balkenwände können auf verschiedenerley Arten errichtet werden, von denenich im Folgenden einige der wesentlichsten angeben werde. Von ihrer stärke undDichtigkeit sind nachstehende Fälle ein hinreichender Beweis. a) Die Balkenkästen,worin erbaut wurden, sind z. b. l) die schiffsdocke und der schiffsstapel zu Toulon Tab. 6l., 2) die Brücke zu saumur , 3) die Blackfraiars - und ivestmünster-Brückenzu London, 4) die einfache Spundwand, worin die Brücke zu Dublin aufgeführt ward,5) die Bauart der Hafendämme zu cherbourg, 6) die Iiiondations - schleusen zu valcn-ciennes, ollmütz, Josephsstadt und Theresienstadt; auch sind 7) die Balkendurch-lässe auf einigen Flüssen in Frankreich , und namentlich auf der Charente, dem orb~flufs bey Beziers Tab. 76. Fig. 3; ferner die grofsen W’asserstauungen im Murchthal desGrofsherzogtliums Baden, und die mit planken beschlagenen schleusenthore aller Ar^so wie das Landshuter -Isarwehr Tab. 101., ein Beweis von der stärke solcher hoIz-wände. Ja es ist zuweilen, und insonderheit, wenn der Abstand der verticalenpfähle 10 schuh beträgt, nicht einmal nöthig, sich der Balken zu bedienen, sondernvierzöllige planken sind hinreichend stark, um den ffruck des wassers von 10 schuh hoch und in einer oeffnung von 10 schuh zu widerstehen, wie die Erfahrung beyden Wasserstauungen im Schwarzwalde, so wie die grofsen schützen bey Mühlen undFreyarchen hinlänglich beweisen. Der Balkendammung hat man sich auch bey derReparatur der slyker - schleuse Fig. x. u. 15. Tab. 74. bedient. Hinter der Balkenlagei h Fig. 15. oder l k Fig. x. waren, sowohl in der Mitte als an den Enden K Fig. x.Ständer vertical, aufgesetzt.' Diese wurden mittelst der an die schleusenthore spreitzen-

*) Gegen das unterirdische yuellwasser, welches in der Baugrube selbst aufsteigt, schützt auch eine Spund-wand nicht; denn dieses mufs durch die zuvor bescliriedenen Mittel zutückgehaltea werden.