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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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an gewendet. S. Tab. 6ö. Die Bauart mit verkehrten • Gewölben war übrigens schonbey den Römern im Gebrauch, wie dies die Fundamente der Engelsburg in nom undmehrere Gebäude des Alterthums beweisen!

8Ö. Der Bau mit Ausgemauerten - schachten ist von de t’ orme in seinerArchitectur Tom. i. pag. 46* von Älberti , patte und slondel empfohlen. Alberti ver-bindet mit demselben die umgekehrten auf den natürlichen Boden sich stützendenGewölbe, die jedoch suflot bey der Kirche zu st Genevieve auf eine Mauer selbstmit ihrem Mittelpunkt gelegt hat Alle diese Baumeister wollen aber solche isolirtenPfeiler bis auf den festen Grund mauern (patte Memoires p. 125.), und da, wo einschlechter oder wässerichter Grund ist, soll man sie auf einen pfahlrost lagern.Diese Regel ist der Natur der sache angemessen! Ein gemauerter pfeiler, — welchesdenn doch ein ausgemauerter schacht ist, wenn man ihn auch wie eine runde Brun-nenmauer auf eine Holzschwelle aufführt; das ist, wenn man ihn allmählig, je nach-dem das Gemäuer emporragt, durch Wegnahme der unterhalb der runden schwelleliegenden Erdreichs hinabsenkt, und im Innern mit kleinen und grofsen steinen , sowie mit Mörtel ausfüllt — bedarf doch eines sichern Fundamentes. Die Bauart mitAusgemauerten-schachten hat in Frankreich der Ingenieur le Goup, durch dessen Me-moire sur les travaux des constructions hydrauliques (1802) zu verbreiten gesucht.

Nach ihm soll sie vorzüglich in Indien im Gebrauch seyn. Er will diese senk-’pfeiler auch bis auf einen festen Grund gehen lassen , dann er meynt, man könnesich bey dieser Baumethode von dem naseyn des festen Grundes mittelst den Händenselbst überzeugen. Die ziegel zum Rande sollen 14 zoll lang, sechs zoll breit undzwey zoll dick, aber keilförmig seyn, und der senkschacht könne drey schuh imj-ichten weit gemacht werden.

Das Absenken eines solchen Gemäuers geschieht nach der in Italien , dem süd-lichen Deutschland und am uhein bekannten Methode. Es wird nämlich ein aus ei-chenen zwey zoll dicken Brettern ab, die aufeinander befestigt werden, bestehenderrunder im Lichten 4 pufs weiter Kranz rig. 26 u. 28. Tab. 8p. gemacht. Derselbewird in ein 4 bis 6 schuh tief gemachtes Loch e e , dessen Durchmesser zwey schuh gröfser als der Kranz seyn kann, gesenkt. Hierauf wird eine Mauer c d Fig. 27.aufgeführt, welche man, wenn sie aus der Grube hervorragt, mit dünnen Brettern ffFig. 28. umlegt. Dieselben werden mit einem oder zwey eisernen Reifen gh, zwi-schen welchen und den Brettern hie nnd da ein Keil gesteckt wird, umlegt. Jetztsteigt ein Mann in den 4 Fufs weiten schacht c c hinab , untergräbt den rundenKranz 1 § bis 3 schuh, bringt die Erde in ein KÜbel, welches hinauf gezogen wird,so dafs dies angefangene Gemäuer so tief hinab senkt. Nach erfolgter Senkungwerden die Keile aus den Reifen geschlagen, diese so wie die Bretter abgenommen,die Mauerarbeit fortgesetzt und abermals, wenn das Gemäuer wieder 6 schuh höhergemacht ist, die Reifen umgelegt u. s. w. verfahren, bis das Gemäuer auf dem festen