Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
Seite
571
JPEG-Download
 

511

nach der dem Grund zugehenden Breite. Darauf setzte ich einen starken sehwellrost voneichnen -Schwellen, 12 his 14 zoll dich, auf 14 zoll Abstand, mit Schwalbenschwänzen ;nicht nur auf die Breite der Pfahlgründung, sondern auch auf den ganzen zwischenden . pfählen befindlichen Raum und zwar auf eine Breite von etwa 30 rufs. Ichliefs die Bänke des Rostes mit Stein ausfüllen, welche mit mörtel von ungelöschtennalch verbunden wurden. Den Rost bedeckte ich mit einer starken eichenen Bchlen-lage von 5 bis 6 zoll dicke. Hierauf setzte ich einen Körper von gutem Mauerwerkvon 5 rufs Höhe auf den ganzen umfang des Werks, damit es Festigkeit erhielt.Sorgfältig sah ich darauf, dafs die Arbeit gleichförmig fortgesetzt ward; die seiten»Ecken und oneerstücke der Mauer von grofsen steinen mit langen gespitzten undwohl verbundenen Enden, gemacht wurden. Auf dieses Mauerwerk, welches wenigunter dem gewöhnlichen Grund des Flusses zu liegen kam, errichtete ich die Pfeiler,die für das erste Jahr nur bis zur Hohe der Kämpfer construirt wurden. So wollteich sie den ganzen Winter hindurch lassen, damit sie zeit haben sollten die gehörigeFestigkeit zu bekommen.” Eine in der iliat gute Vorsicht.

96. Regemortes hat die Brücke zu Moulines auf einen liegenden Rost, der-gleichfalls über das ganze Bett des Flusses geht, und - von zwo Spundwänden einge-fafst ist, gegründet.

§. 97. Von den seebauwerken ist unter andern der obere Th eil von den Hafen-dämmen bey Toulon auf einen liegenden Balken-Rost erbauet, und icb habe davonbereits Seite 114 das wissensweithe beygebracht. Hier wäre allerdinds ein rfalil-grund zweckmäfsiger gewesen; aber derselbe liefs sich, durch die eingeworfenen-steine, nicht einrammen. In dieser Hinsicht ist daher eine Faschinengründung, wieich beym Hafendamm von Lindau (s. 104) angewendet habe, allen Steinschüttungenvorzuziehn.

§. Q8. Folgende schleusen sind die merkwürdigsten von denen, die auf einerfSchwell- oder Balken - Rost erbauet wurden. l) Die schleuse de la eommunication(die verbindungs-schleuse) hat einen sehwellrost Tab. 79. rig. 2. erhalten, dessenFelder 5 J Quadrat - schuh grofs sind , und der mit einer Spundwand umgeben ist.•Er ist aber nicht so gelegt worden, wie man sonst die schwellroste legte, das ist,in der Länge und Queere der schleuse, sondern nach Diagonalen. Der zwischenraumwurde mit Kleyerde und ziegelgraus gefüllt und ausgestampft oder ausgemauert.Hierauf ward der vierzöllige rlankenboden 8. 9. Fig. 3. gelegt, worauf dann erst dieWerkstücke zu liegen kernen, vig. 8. 9. und 10. Tab. 71. Dieser 6} rnfs dicke stei-nerne Boden hat in allen Rücksichten eine treffliche Verbindung. Es sind nämlich,wie ich diefs in der Folge besehreiben werde, die steinschichten weder horizontalnoch vertical fortlaufend, sondern zwey oder drey steine sind 9 zoll tiefer als diedaran stofsenden gelegt. Nach der Queere macht die obere stcinlage ein verkehrtesGewölbe vig. 11. und 12., weil die steine keilförmig geschnitten sind, wie die ciiir-

72 *