Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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ten Figuren es deutlich zeigen. Bey aller dieser versieht hat jedoch das Erdreichund diese rundirung dem Drucke der seitenwände nicht vollkommen widerstanden.Es hatten sich, wahrend des aaues, diese schleusenwände einen schuh tief gesetzt,das heifst, ihr rundament so viel herunter gedrückt. So wie dieses geschah, hobsich auch der Schleusenboden in der mitte. Man war daher genöthigt, in der schleuseselbst einen hölzernen Kasten (Fig. Q.) zu errichten, denselben mit steine zu füllen,und ihn ein volles Jahr so beschwert stehen zu lassen. Dessen Last hatte über dieSeitenmauern die uebermacht und bog den Schleusenboden gleichfalls einen schuhtiefer, so dafs derselbe sich den Seitenwänden gleich tief setzte. Nachdem auf dieseweise das Erdreich zusammengeprefst war, wurden die steine, so wie der Kastenweggenommen. Nach der zeit ist aber ein weiteres setzen der schleuse nicht ver-spürt worden. 2) Dieser construction ähnlich hat man auch die schleuse de laharre zu Havre erbauet und darin gleichfalls einen Steinkasten, den ich in der vol-lendeten schleuse gesehen habe, ein Jahr lang gesetzt. 3) Von den canalschleusensind diejenigen, welche auf den canal des Herzogs von sridgefrater rlg. 1. und 2.rab. 81, erbauet sind, und die eine Länge von QÖ Fufs, eine weite von l6 und achtFufs Fall haben, die gröfsten auf einem schwellroste erbaueten schleusen. Die Queer-schwellen liegen daselbst auf den Längenschwellen, welches ein Fehler ist, auf 3 fuJCsA bstand. Die Decke besteht aus doppelten Plankenlagen, welche nach der Länge derschleuse aufgenogelt sind. Die mehresten von den schleusen dieses canals haben je-doch auch einen pfahlgrund. 4) Die auf dem canal zwischen oxford und vichtfieldliegenden schleusen, Fig. 3., 4. und 5, Tab. 81. sind 80 Fufs lang und 7 Fufs, 3 zollweit und haben 6 bis 9 Fufs Fall. Die mehresten von diesen schleusen haben einenzweyfach mit Flanken belegten schwellrost, aber nicht einen pfahlgrund!

Anstatt einen horizontalen nost fest auf den Boden und im Trockenen zu legen,baut man auch in Kästen, deren Boden den ros! selbst formiren. Auf diese weiseist die spühlschleuse zu meppe fig. vn. Tab. 7Q. in einem «asten x erbaut, dessenaus aneinander stossenden Balken bestehender »öden die erste Gründung der schleuseformirte. So wie es nun bey dpr w,ahl eines liegenden Rostes darauf ankommt, dafsder Boden eine solche Dichtigkeit erhalte, damit er unter der Last der schleusenwändenicht sinke, so hat die Erfahrung bewiesen, dafs dem Erdreiche zu Dieppe dieseEigenschaft fehle: denn die schleuse ist eingestürzt. Es gebietet daher oftmals dieNatur des Bodens, den Kasten auf pfähle zu seszen, welche unter wasser horizontalabgesägt werden, wie dies bey der Brücke von saumur und den neuesten in Paris erbaueten Brücken, geschehen ist. Um diese Haupt - Kammpfähle schlage man abereine Spundwand, oder zwischen denselben Nebenpfähle, damit die in dem von denpfählen gebildeten Baum eingeworfenen Materialien nicht herausgewaschen werden.Hat der Strom über zwey schuh Geschwindigkeit, so mag man vor den Rammpfähleneinen Faschinenbau anlegen, und denselben mit steinen und wassermörtel und mit