Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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bis g Fufs Abstand schräge einrammt. Darauf wird die vordere Gurtung e eingelas^sen. Die hintere Gurtung b mag aber auf verticalen Grundpfählen , und nur seltenauf schräge eingerammten bf stehen. Es ist nämlich zur guten Einräumung einerSpundwand nothwendig, dafs sie zwischen zwey Gurtungen e b geschehe.

Ob man die pfähle mit dem schwachen oder dicken Ende zu unterst einram-men, folglich daran die spitze oder den schuh machen solle, darüber drückt sichperronet pag.. 95 . so aus. „Gewöhnlich rammt man die pfähle mit dem dünnen Endozu unterst, weil, wie manche behaupten, dieselben eher zum stehen gebracht wer-den können und schneller einrücken.“ Ihn habe aber die Erfahrungen gelehrt , dafs,wenn das dicke Ende zu unterst genommen wird, die pfähle zwar anfangs schwererin den Grund dringen , aber im Ganzen binnen zeit schneller eingerammt werdenkönnen, als diejenigen pfähle, deren dünneres Ende unten gekehrt ist. Eine Erschei-nung, die aus dem widerstände, welche die, den kegelförmigen pfähl umgebendeErde, verursachet, erkläret werden kann. Bey den stützpfählen hienge die wähldarüber, ob das dünne oder dicke Ende unten genommen werden müsse , von derHöhe des Wassers und Eisganges ab. Wenn die Mitte des Stützpfahles unter demniedrigen wasser komme, so sey das dünne Ende unten zu nehmen. Im entgegengesetzten Fall, und wenn man die pfähle tief unter wasser absägen müsse , sey dasdicke Ende zu unterst zu stellen. Es verstellt sich bey beyden Methoden von selbst,dafs die pfähle mit einer spitze , die entweder gebrannt oder mit einem eisernenschuh umgeben wird, versehen seyn müsse. Diese spitze mnfs wenigstens zweyzoll stark seyn, wenn der Boden weich ist, und bey eisernen schuhen drey bis vierzoll, wenn er hart ist, weil sie sich sonst quetschen würde, wodurch das Einram-men des pfahls erschwert wird: denn eine umgebogene spitze kann das Einrückendes pfahls gänzlich verhindern.. Selbst wenn der pfähl einen eisernen schuh hat,so werden die zu dünnen spitzen gequetscht, und der pfähl rückt alsdann nichtmehr so gut, es ist daher eine nothwendige Vorsicht, die spitze nicht zu scharfabzuhauen, sondern lieber 1 bis 3 zoll stark zu machen. Also kann man diestützpfähle und insonderheit da',, wo sie dem Eisgänge oder dem heftigen Anschlagder wellen , ja wohl gar dem Bohrwurm widerstehen sollen, mit dem dünnen Ende»nten einrammen. Die Grundpfähle wird man aber stets so einrammen, dafs ibrdünnes Ende unten kommt, weil sie im entgegen gesetzten Fall von der darauf lie-genden tast, nach Vollendung des Baues, noch tiefer eingedruckt werden können;welches der Festigkeit des Baues naehtheilig seyn würde. Im Allgemeinen ist es als oimmer besser , das spitze Ende unten zu lassen, und ich habe bey allen sauten soverfahren.

§. 104. Die riefe, bis zu welcher die Grundpfähle unter das niedrigste Was-ser eingerammt oder abgeschnitten werden müssen , (die uöpfe sollen nie aus demniedrigsten wasser hervor ragen, sonst faulen die pfähle, weil sie bald der Luft.

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