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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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Balten werden, Bey den Grundpfählen findet dieses Gesetz gär keine Anwendung.,weil die den pfähl umgebene Erde, Steinschüttungen, oder Faschinenbauten, ihrenwiderstand ( Festestehen ) oder ihre Tragbarkeit,- offenbar zum Theil ausmachen. DasBeyspiel an der Brücke von rours (perronet p. 99.) wo die Grundpfähle gebrochensind, kann ich als einen vollständigen Beweis davon : dafs die Grundpfähle alleinund nicht die sie umgebende und zusammengeprefste Erde die xast tragen, keines-wegs annehmen-, vielmehr erkläre ich mir das zerbrechen der pfähle daher: dafs der«rund, welcher sie büy Anlage des pfeilers umgab, fortgerissen war und sie daherausser dem Boden oder dem xufstein, worin sie wenig eingerammt waren, mit’dem gröfsten Theil ihrer xänge hervorstanden. Man sieht daher: wie wichtig essey, die Brückenjoche und Brückenpfeiler mit einem Vorbau oder einer soliden Um-gebung zu versehen; freylich mufs diese nicht das profil des Flusses so schmälern,dafs dessen Eisgänge und Hochgewässer sich naehtheilig für die uferlande emporhe-ben, welcher Fehler unter andern bey den Brücken zu Regensburg, Frankfurt undden mehresten zwischen dem 13ten und I7ten Jahrhundert angelegten steinernen,Brücken statt findet. Dafs das die Grundpfähle umgebende und von diesen geprefsteErdreich die rast eines auf den pfähl- und sehwellrost aufgeführten Gebäudes mit-trägt, ist auch schon deswegen einleuchtend, weil der Grad der Dichtigkeit einerErdmasse die Tragbarkeit der pfähle, d„ i. ihre Festigkeit bestimmt, und man nurin ein solches Terrain der Grundpfähle bedarf, dem es an natürlicher Dichtigkeitmangelt, um die darauf kommende nast zu tragen, oder daselbst, wo das Bauwerkmehrere schuh über dem natürlichen. Boden angefangen wird, in welchem letztemFalle aber die Pfahlgründung mit einer soliden Masse umgehen wird. Dieser Fallfindet z. b. bey den Brückenpfeilern Anwendung! Es sind daher diejenigen Baumei-ster, welche behaupten , dafs die aast allein auf die Grundpfähle und nicht auf diezusammengeprefste Erde ruhe, sehr irrig daran. Ihren Satz zu behaupten, miifs-ten sie es abläugnen, dafs die den pfähl umgebende Erde, dem pfähl selbst ein Hin-dernifs ist. Ein kieferner pfähl soll nach perronet 153900 pfund getragen haben.Die Grundpfähle der »rücke von mantes tragen 100,000 Pfunde. Folgende Erfahrun-gen werden hierüber einen nähern Rath ertheilen.