Band 
Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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zem , das sind die Queerschwellen und dann Sie tangenschweTlen darüber, welcheletztere in die erstem eingelassen werden, und zwar so tief, dafs sie der oberflachedenen in den Feldern, welche sie formiren, zu liegen kommenden Planken gleichliegen. Kommt der Plankenboden aber gleich auf die Queerschwellen zu liegen, somüssen diejenigen Queerschwellen, welche der Länge nach um einen Planken auseinanderliegen, die Figur ab c d Fig. 55. Tab. 8Q. haben, damit die Planken e und / daranstossen, folglich diese sicherer liegen und-keine rüge zwischen je zwey aneinanderstossende Planken entsteht. 24) Das Holzwerk mufs man mit heissen Theer anstrei-chen und die Fugen gut calfatern, die Werkstücke so grofs als möglich zu machen,und des Eisens zu entbehren suchen ; sich daher die steinernen, beym Bau desleuchtthurmes zu Edyslon angewendeten tollen (Tab. 53.) , gebrauchen. Vorzüglichwichtig ist diese Verbindung bey Legung der Schleusendrempel und den Decklagender Seitenmauern, weil sie die eisernen oder metallenen Klammern entbehrlich machen,welche viel Geld kosten, verkalchen oder wohl gar gestohlen werden. Ich schliefsejetzt diese Materie, indem ich voraus setze: dafs der die Wissenschaft schätzendexeser sich mit demjenigen, was ich im ersten Bande und in diesem, über die Grün-dungen derer längs und in dem wasser zu errichtenden Bauwerke vorgetragen habe,bekannt gemacht haben wird; weil derselbe in den folgenden Kapiteln noch vielesdarüber findet, und weil ich beym Brückenbau darüber noch Manches vorzutragendie Gelegenheit nehmen werde. Ich bemerke daher nur noch: dafs unter andernauch folgende Bauwerke einen pfahlgrund erhalten haben : als die Gebäude , schleu-sen , Brücken und Kays der Städte Amsterdam , Rotterdam , Haarlem und Venedig ;viele Gebäude in Potsdam ; alle in Holland, Seeland und den Niederlanden aufge-führten schleusen; die Brückwasserleitungen des Canals von Bourgogne (xab. 98 .),und die mehresten steinernen Brücken in Europa , so wie die Widerlager und pfeilerder von mir erbauten grofsen Brücken!

§ 3 . 110 . Nachdem ich die Fundirungen abgehandelt habe, so komme .ich zurAufführung der mauern.

1.) Mufs jede Mauer, oder Wenigstens ihr vorderer Theil, nach dem mit Lattenöder der schnür abgezeichneten Besteck, wo möglich, von einer Gattung Material auf-geführt , und dazu festbindender Mörtel gewählt werden , damit sie gleichförmig aufden Grund drücke, sich überall gleich setze, und von aussen ein gutes Ansehen erhalte.

' 2.) Zu allen dem wasser öfters blofsgestellten steinlagen, nehme man cement

oder Trafsmörtel. (Seite 534.)

3 .) Um der ersten Bedingung zu entsprechen., mufs der .sau mit seinen nagennach einer horizontalen Ebene empor steigen, oder es müssen die Eck- und zwisehen-pfeiler immer zuerst, im Innern mit Verzahnungen , aufgeführt werden. Defswegen•Bind die Maurer an beyden Seiten einer Mauer anzustellen, damit sie in der genauenvertical - Ebene die Mauerschichten legen.