gut erhalten. Ich habe davon in meiner Sammlung ein stück eines Birkenkeils auf-bewahrt!
17 y Bey denjenigen Mauern von Werkstücken, welche dem Angriffe des Was-sers Und Eises bl’ofs gestellt, und nicht sehr dick sind, mögen sowohl diu stofsfugen *)als auch die miiiefugen nicht auf einander treffen , um das verschieben der steinla-gen oder steinschichten gänzlich zu verhindern. Dieses Mauerwerk, worin die Werk-stücke einer horizontalen schichte nicht von gleicher Hohe sind, könnte man dasungleiche nennen, wiewohl die Römer darunter ein solches verstanden, in welchemalle werkstiieklagen einer Mauer nicht gleiche Hohe hatten, und das sie nach denGriechen pseudisodomum nannten. Das Gleiche- matierwerh nannten die Römer mitden Griechen Isodömum. Sie verstanden darunter:- wenn alle Lagen einer werkstiick-'anauer von gleicher Hohe sind, welches jedoch äufserst selten in der Ausübung stattfinden kann, indem dieses enorm kostbar seyn würde. Der nintertheil der Futter«maner wurde auch bey den Griechen und Römern aus Bruchsteinen und- Kiesel aus-gemauert , statt derselben bediente man sieh jedoch wo möglich der Ziegelsteine,
' weil diese eine solidere Mauer als Bruchsteine und Kiesel abgeben. In einem Mauer-w-erk, das ganz von Werkstücken aufgeführt wird, und welches die Römer das grie-chische Mauerwerk" nannten , legten die Alten über die Breite der Mauer nur einenstein, und zwar je um die Länge' eines in der vorderen Mauerfläche liegenden Steines,den sie den Bindestein nanntem
Die construction, worin die wörkstücke einer und derselben schiebt nicht gleichhoch sind, und die ihrer Kostbarkeit wegen selten ausgeführt werden kann, habe ichbey den neuesten schleusen in navte aufs trefflichste ausgeführt gefunden, wie rig. 4.iab. 70. zeigt. Es liegen nämlich die steinlagen 6, 4, u. s. w. Fig. 8.- Q und 10.,neun- bis zwölf zoll tiefer als die in 57, angezeigten. Gegen das Aufbiegen desSchleusenbodens hat man diese Steine überdies keilförmig gemacht. S. Fig. 11 u. 12.Freylich ist eine solche construction kostbar, denn aufserdem, dafs die Steine sehrgenau zugehauen werden, mufs man das Werkstück zur probe in sein zager einlas-sen, dann heraus heben, und jetzt erst die Seitensteine, an die es gelegt wird, sowie die unteren steine, mit Mörtel bewerfen. Zum besten ist es aber, stets die Steinemit Hebmaschinen in ihr Lager zu legen. Wo diese aber fehlen, mufs man sie aufwalzen, die vor ihr Lager kommen, dergestalt fort bewegen, dafs sie nur erst aufdas MÖrtelbett herunter gelassen werden, wenn sie vollkommen über dasselbe hinliegen.Wer diese Vorsicht mittelst walzen, Keile und Brechstangen verabsäumt, quetschtdas nörtellager, schiebt dasselbe zusammen, und so liegt das Werkstück hie und da.hohl. Diese siethode machen die von einem französischen Ingenieur vorgeschlagene
*) Bey allem Mauerwerk müssen, wie gesagt, die Stofsfugen nicht auf einander fallen, sondern Stein aufFuge kommen,
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