construction, die Belidor $. 343. anfübrt, und wornach die Ruhefugen vorne in a, a, söausselicn sollen , unnöthig. Besser als der Transport auf walzen, ist jedoch■üU die Methode mit den s. 4Ö5. beschriebenen Steinkrampen, und die Aufhebunga [ so wie die Niederlassung der steine mit Flaschenzügen; eine Methode, dieich bey der Beschreibung des wehres von Landshut im nächsten Kapitel anschaulichdarzustellen gedenke. Wiewohl die Vorschrift, auch die Horizontal-nagen nicht ganzdurch einen Baukörper gehen zu lassen, sehr zweckmäfsig ist, und zur Stabilität des-selben wesentlich beyträgt, so kann man sie, wegen der kostbaren Bearbeitung dersteine, selten anwenden. Man hat daher anstatt ihrer, in jede Lage der Brückenpfeiler vonder MÜhldorfer Innbrücke, vier starke eiserne, an den Enden mit stacheln versehene,Schienen eingelassen. Bey andern Brücken und dem Landshuter - wehr, wo die Bau-zeit »es zuliefs, habe ich die oben angezeigten steinernen Dollen angebracht. Dieseletztem sind vorzugsweise bey der Einsetzung der massiven schleusendrempel grofserschleusen zu empfehlen, weil sie die längste Dauer versprechen, denn es ist fastunmöglich, dafs dieselben brechen, mithin eine Verschiebung der steine zulassen.Bey Leuchtthürmen, wehr- und Brückenpfeilern kann man die Verbindung der stein-lagen, mittelst Schwalbenschwänzen oder Verzahnungen Tab. 53., noch verstärken.
18.) Die pecklagen der schleusenmauern anbetreffend, so ist die $, 135. mit-getheilte Eintheilung musterhaft. Ueberhaupt findet der Leser in diesem Bande, beyder Beschreibung der Leuchtthiirme, der Kays, der schiffsdocken und der schleusen,so wie in dem folgenden Bande (im Brückenbau), noch manche für die Aufführungder Mauern wichtige Bemerkungen Bey ziegelmauern ist aber stets eine Rollage,worin die steine entweder auf die hohe Kante, oder nach ihrer Breite neben einan-der, als Decklage einer schleusen- Brücken- oder Kay - Mauer anzuwenden, undderen rügen mit steinkitte auszugiessen, weil dadurch eine Kegelmäfsigkeit und einfestes Lager erreicht werden kann.
lg.) Wie die Werkstücke mit Bruchstein, wacken oder Ziegelgemäuer zu ver-binden sind, dies zeigen die Figuren 6, 7, 16, 17 und 21. Tab. 57., und die Hori-zontalschnitte eines rfeilers vom Landshuter-wehr Tab» 102., deutlich. Dieses letz-tere Mauerwerk scheint für die Ausübung wichtig zu seyn, und ich werde es bey* derBeschreibung dieses wehres im folgenden Kapitel erklären. Die Bruchsteine, wackenoder grofse Kiesel müssen so viel als thunlich, nicht auf ihre flache Seite , sondernauf die hohe Kante liegen ; zwischen den steinen mufs weder zu viel noch zu wenigMörtel kommen, sondern nur so viel, dafs die Oberflächen der Steine vom Mörtelhinreichend durchdrungen , und etwa f- bis 1 § zoll MÖrtellage zwischen den Bruch-steinlagen bleibt; je glatter diese steine sind, desto gröber mag der Mörtel gemachtwerden, damit er sich an die Ecken der steine ansetzt, wenn er keine Pori findet,worin er eingeht, und so eine Verbindung des .Gemäuers abgiebt.