dasselbe zwischen ae fortzureifsen strebt; da wir hinten oder unterhalb allen sol-chen schief mit der Richtung des Stromes angelegten wehren, einen ufer - Abbruch,a d antreffen: so ist es klar: dafs jedes ueberfall-wehr entweder unter einem rech-ten winhel mit dem stromme, wie fg, oder in einem Bogen e, oder in der mitteso gebrochen, dafs seine zwo Sehenhel, in der Mitte des Flusses, zusammenstossen,und etwa einen rechten oder gröfsern winhel bilden, angelegt werden müsse. Inallen diesen Fällen werden die über das vv T ehr stürzenden nochgewässer und Eismas-sen von denen darunter liegenden ufern abgewendet, und der Milte des Flusses zu-geführt, so dafs das überstürzende wasser gegeneinander fällt, folglich dessen Kraftgleichsam gebrochen wird, daher nicht tiefe Auswühiungen des- Flufsbettes, unterhalbdem wehre, hervorbringen kann. Dafs man den wehren bis jetzt eine schiefe Rich-tung auf den Strom gegeben , und nach einer geraden Linie gelegt hat, geschah inder grundlosen ueberzeugung, dafs dadurch dem Leiteanal b x eine gröfsere wasser-masse zugeführt werden könne. Diese Hoffnung kann aber so lange nicht in Erfül-lung gehen, als bis das wehr nach- dem neitcanal oder dem Ablafsschütze zu, niedri-ger als nach der entgegengesetzten Seite gelegt wird, welches man gleichwohl nichtgefchan hat. Man mufs demnach, zur Erreichung dieser Absicht, das wehr gegen die»lühl-canäle senken, um dem wasser dahin einen bessern zug zu verschaffen, alsnach dem übrigen Theil des wehres; in dieser Hinsicht mufs der rlofs -canal auch inder nähe des Mühl-canals gelegt werden,
l l6, Die zweyte wichtige Bestimmung, Bey der Anlage eines ueberfall-Weh-res, bezieht sich auf die rigur oder Gestalt seines «jueerdurchschnittes, damit dasselbeso dauerhaft als möglich gemacht werde. Diese Bestimmung läfst sich jedoch nurin der Ausübung bey solchen wehren anwenden, deren iuauerwerk aus grofsen Werk-stücken besteht, und auf einen festen pfähl- und schwellgrunde liegt. Wenn mannämlich bey einem wehr den ueberfall des Wassers betrachtet: so wird man gewahr,dafs derselbe nach einer der Parabel sich näherenden krummen Linie vor sich geht,wiewohl die untere wand des wehres vertical stehet. Es ist sonach klar, dafs desWehres Abfall von dessen satte] oder spitze, d. i. dessen untere wand anfangs convex,dann aber eoneav seyn sollte, wenn sie dem wasser, in allen punkten, einen gleiche®Widerstand darbieten, d, i. den geringstmögliehsten Angriff auszuhalten haben soll,folglich auch das überstürzende wasser allmählich auf eine norizontalfläche gleitenmufs. Die Bestimmung dieser krummen Linie beschäftigte mehrere Mathematiker undBO&sut hat dieselbe ia der mit viallst von den Deichen gemeinschaftlich verfafste»Schrift, theoretisch zu bestimmen gesucht. Die von denselben gegebenen Formelnsind, nach ihrem eigenen Geständnifs, in Praxis nicht anwendbar, daher geben siefolgende geometrische construction, die man anwenden kann, und die ich selbst mitdem befsten Erfolge in Ausübung gehracht habe. Es sey iah. Q4. Fig, 36. die verti-cale Hohe des wehres a b) desses rufspunkt c: so mache man die Grundlinie 2 -5. maln. Bd. 7Ö