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Zweyter Band mit sechs und vierzig Kupfertafeln.
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nageln, daher diese Stützwand oder diese Haupt- und verwand des wehres, ver-mittelst einiger Balken, über die necke des Fachwerkes, erhöhen» Diese constructionkann ieh, der damit gemachten Erfahrung nach, sehr empfehlen; sie ist auch beyrüssen in Eaiern im Lechßusse, bey dem dortigen wehr, ausgeführt: ein wehr, wel-ches einen sehr schönen Wasserfall bildet.

§. 123. Zu den merkwürdigen veberfällen längs canälen, die diesen ihr über-flüssiges wasser abführen , sind die längs dem Canal des Herzogs von Bridgewaterin England angelegten ucberfällc vab. 94. Fig. 40 u. 41. zu zählen. Solch zirkel-runder in der Nähe des canalufers liegender ueberfall ist mit einem Erddamme um-geben. Das im canal zu hoch gestiegene wasser fällt über die Mauer in den run-den schacht, und von da läuft es unterirdisch im gemauerten Stollen bis in dem auchdas Feldwasser aufnehmenden seitengraben» Diese naehahmungswerthe ueberfälle sindvon guten ziegel- oder harten Werkstücken erbauet.

124. Unter allen Bau - constructionen ist jedoch bey zweckmäfsigen wehrendiejenige die befste, deren Gründung aus einem raschinenbau besteht , durch welchepfähle eingerammt werden , worauf ein schwellrost gelegt, und darauf eine solideMauer errichtet wird, und wobey das sturzbett aus Fachwerken besteht , die manmit Bruchsteinen, Kiesel und lebendigen naleh ausfüllt und dann bedielt, damit derStrom und Eisgang die Steine aus den Fachwerken nicht ausstofsen kann. Dieschwellen dieses Fachwerkes müssen aber auf eingerammten Grundpfählen befestigtseyn ; eine construction,, die ich beym Landshuter - wehr ausgeführt habe l

125. Welche construction man auch den in Flüssen gelegten wehren gebenmag, so müssen si'e doch Grundablässe haben. Diese lassen sich queer in denenmit Werkstücken bekleideten wänden zum besten anbringen, weil sie glatt sind.Darin legt man daher Balkenwände und Drehthore. Bey dieser Einrichtung könnendie oeffnungen eine weite von 10 bis 33 schuh erhalten. Kann man aber über daswehr einen Steg anbringen, um zu den ziehschützen zu kommen, oder können dieGrundablässe in der Nähe des ufers angelegt werden : so sind die ziehschütze zwi-schen die Nuth - oder Griessäulen (nuthständer) einzulassen, und mittelst hölzerneroder eiserner schrauben rig» 7» iah. 89. oder einer winde Fig. 10. 11. 37. und iah. 100.Fig. 15», aufzuziehen.

§. 126. Die Sperrung der wehröfFnungen mit Balkenwänden ist meines Wissensnirgends bey einer gröfsern Anlage als bey dem wehr von Bandshut, und früher beydem canal von Languedoc , den ich in zukunft den mittäglichen canal nennen werde,ohnweit seziers, bewerkstelligt w’orden. Dieses letztere in den orbßufs gelegte wehrist auf xab. 7Ö. Fig. 3. 4, 5. und xab. 139. Fig. 1 . 2 und 3. dargestellt. Dasselbeist ein stau - ueberfall- und Durchlafswelir zugleich. Dessen sechs oeffnungen, jede zu9 schuh weit, werden nämlich zugesetzt, wenn*der orbflufs , der den canal auf eineLänge von 500 Klafter bildet, so niegrig steht, dafs die nach Agde gehende canal-